Solingen diskutiert: Wie wird das Kerstinghaus zum lebendigen Zentrum der Innenstadt?
Moritz RichterSolingen diskutiert: Wie wird das Kerstinghaus zum lebendigen Zentrum der Innenstadt?
Die Zukunft des Solinger Kerstinghauses steht zur Debatte, während die Stadtverwaltung Pläne für die Neugestaltung des Erdgeschosses entwirft. Derzeit wird der Raum für kulturelle Veranstaltungen und Märkte genutzt, doch bald könnte er eine neue Funktion erhalten. Die Innenstadt-Taskforce und die Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG) treiben die Neuausrichtung des historischen Gebäudes voran.
Das Kerstinghaus gilt als zentrales Gebäude in der Solinger Innenstadt und stößt auf großes Interesse an seiner künftigen Nutzung. Aktuell beherbergt das Erdgeschoss Wechselausstellungen, Märkte und gelegentliche Events. Doch bereits ab Anfang 2026 könnte daraus ein multifunktionales Bürgerzentrum, ein Gründerzentrum mit Co-Working-Flächen oder ein gastronomisches Konzept in Verbindung mit dem lokalen Einzelhandel entstehen.
Um die Entscheidungsfindung zu unterstützen, wird derzeit öffentliches Feedback gesammelt. Ziel ist es, eine nachhaltige und belebende Rolle für das Gebäude im Herzen der Stadt zu schaffen. Noch sind jedoch keine endgültigen Beschlüsse gefallen – jede Planung bedarf zudem der Zustimmung der lokalen Politik.
Aktuell ist im Kerstinghaus keine öffentliche Dienststelle des Ordnungs- und Serviceamts (OSA) untergebracht. Dennoch bleibt der kommunale Ordnungsdienst in der Umgebung präsent: Beamte patrouillieren sowohl in Uniform als auch in Zivil.
Bevor die geplanten Veränderungen am Kerstinghaus umgesetzt werden können, müssen sie breite politische Unterstützung finden. Bei einer Genehmigung würde das neue Konzept die Bestimmung des Gebäudes neu definieren, es aber weiterhin als zentralen Ort des Solinger Stadtlebens verankern. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Diskussionen und der Bürgerbeteiligung ab.






