10 April 2026, 22:07

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz startet in Holzwickede mit grünem Gas für Heizungen

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Quellen wie fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Deutschlands erstes Wasserstoffnetz startet in Holzwickede mit grünem Gas für Heizungen

Deutschlands erstes Wasserstoff-Verteilnetz geht in Holzwickede bei Dortmund in Betrieb

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Betrieben von Westnetz, versorgt das System drei lokale Kunden mit reinem grünem Wasserstoff für die Beheizung ihrer Gebäude. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Erprobung von Wasserstoff als saubere Alternative zu Erdgas.

Das Netz nutzt eine umgerüstete Mitteldruck-Erdgasleitung, die vom Hauptverteilnetz getrennt ist. Seit Oktober 2022 transportiert es zu 100 Prozent grünen Wasserstoff mit einem Maximaldruck von 40 bar. Der vor Ort gespeicherte Wasserstoff entspricht der Qualitätsnorm 3.0 und weist eine Reinheit von 99,9 Prozent auf.

Drei Haushalte in der Region heizen bereits mit Weishaupt Thermo Condens-Heizkesseln, die für Wasserstoffbetrieb ausgelegt sind. Die Geräte sind in drei Leistungsstufen erhältlich: 15, 25 und 32 Kilowatt. Zwei der installierten Kessel verfügen über eine Leistung von 32 Kilowatt, der dritte arbeitet mit 15 Kilowatt.

Das Forschungsprojekt H2HoWi soll nachweisen, dass bestehende Gasnetze sicheren Transport von reinem Wasserstoff ermöglichen. Weishaupt erhielt die offizielle Zulassung, seine Kessel mit 100 Prozent Wasserstoff zu betreiben, und unterstützt damit den Versuch. Die Anlage wird mindestens bis Ende 2026 in Betrieb bleiben.

Das Projekt in Holzwickede zeigt, dass Wasserstoff Erdgas in der bestehenden Infrastruktur ersetzen kann. Mit drei Haushalten, die das System bereits nutzen, liefert der Test wertvolle Praxisdaten zu Effizienz und Sicherheit. Die Ergebnisse der H2HoWi-Forschung werden die künftige Wasserstoffpolitik in Deutschland mitprägen.

Quelle