25 April 2026, 18:08

Zählfehler im Bergisch Gladbacher Stadtrat löst politische Debatte aus

Offenes Buch mit handgeschriebener Schrift auf altem Papier, das Wasserzeichen am unteren Rand aufweist, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Zählfehler im Bergisch Gladbacher Stadtrat löst politische Debatte aus

Ein Zählfehler bei der Stimmenauswertung im Stadtrat von Bergisch Gladbach hat zu politischen Spannungen und einer öffentlichen Debatte geführt. Der Fehler wurde entdeckt, als Beamte eine Abweichung zwischen den bekannt gegebenen Ergebnissen und dem offiziellen Protokoll feststellten. Die korrigierten Zahlen sollen nun in der nächsten Ratssitzung vorgestellt werden.

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Der Vorfall begann, nachdem die Stadtverwaltung bei der Erstellung des Sitzungsprotokolls Unstimmigkeiten feststellte. Der Haushaltsentwurf war zunächst mit 37 zu 31 Stimmen als angenommen verkündet worden, doch die tatsächliche Auszählung ergab 38 Ja-Stimmen. Diese Berichtigung bedeutet, dass die Mehrheit der CDU nicht auf die Unterstützung der AfD angewiesen war.

Die CDU hat stets eine Zusammenarbeit mit der AfD abgelehnt – selbst dann, wenn deren Stimmen nicht ausschlaggebend waren. Parteivertreter betonten, dass gewählte Vertreter in demokratischen Gremien freie Entscheidungen träfen. Gleichzeitig warnten sie davor, sich von Ängsten vor Wahlbündnissen leiten zu lassen.

Der ursprüngliche Fehler löste eine Welle der Kritik und hitzige Diskussionen in der Stadt aus. Die 29 Stimmen der CDU zusammen mit zwei Stimmen der Bürgerpartei und einer Stimme eines Unabhängigen hätten ohnehin eine Mehrheit ergeben – unabhängig von der Haltung der AfD.

Das berichtigte Ergebnis wird zu Beginn der nächsten Ratssitzung mündlich bekannt gegeben. Der CDU-Antrag wurde schließlich mit 38 zu 31 Stimmen angenommen, was ihre Mehrheit ohne Rückendeckung der AfD bestätigt. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig eine präzise Stimmenauszählung in der kommunalen Selbstverwaltung ist.

Quelle