Wiederholungstäter ohne Ticket: Pole mit 100 Straftaten am Bielefelder Hauptbahnhof festgenommen
Jakob MaierWiederholungstäter ohne Ticket: Pole mit 100 Straftaten am Bielefelder Hauptbahnhof festgenommen
Ein 23-jähriger Pole ist am Bielefelder Hauptbahnhof festgenommen worden, nachdem er ohne gültiges Ticket in einen ICE eingestiegen war. Die Behörden hatten ihn bereits im Februar wegen einer langen kriminellen Vergangenheit abgeschoben – seit 2017 waren über 100 Straftaten aktenkundig.
Der Vorfall ereignete sich am 13. Mai, als der Mann mit einem ICE von Hannover nach Bielefeld reiste. Da er kein Ticket besaß, fiel er Bundespolizisten auf. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn in 14 verschiedenen Fällen – vor allem wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung – Haftbefehle vorlagen.
Das Ausländeramt Aurich hatte ihm bereits die Freizügigkeit in Deutschland entzogen, was ein legales Wiedereinreisen untersagte. Dennoch kehrte er zurück, woraufhin die Behörden umgehend aktiv wurden.
Nach seiner Festnahme wurden sieben Staatsanwaltschaften informiert. Die Bundespolizei nahm ihn in Gewahrsam und brachte ihn in Untersuchungshaft. Nun steht ihm nach diesem erneuten Verstoß eine weitere Abschiebung bevor.
Die Verhaftung des Mannes reiht sich in eine Serie wiederholter Rechtsbrüche und gescheiterter Abschiebungen ein. Mit über 100 registrierten Straftaten und einem aktiven Haftbefehl werden die Behörden seine Ausreise aus Deutschland in die Wege leiten. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Abschiebungen bei Wiederholungstätern.






