Wesel feiert erstes gemeinsames Iftar für mehr interreligiösen Dialog
Emma KrauseWesel feiert erstes gemeinsames Iftar für mehr interreligiösen Dialog
Wesel veranstaltete am 13. März 2026 erstes gemeinschaftliches Iftar
In Wesel kam am 13. März 2026 erstmals ein gemeinschaftliches Fastenbrechen (Iftar) zusammen, das Menschen verschiedener Glaubensrichtungen vereinte. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen den religiösen Gruppen der Stadt zu stärken. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter lokaler Vereine, Kirchen und der Zivilgesellschaft.
Das Fasten im Ramadan zählt zu den zentralen Praktiken des Islam und ist einer der fünf Säulen der Religion. Das Iftar in Wesel begann mit dem Sonnenuntergang und dem Gebetsruf, den Julian Agushi von Horizont e.V. anführte. Anschließend teilten die Anwesenden ein Mahl von einem vielfältigen Buffet – ein Symbol der Einheit durch das gemeinsame Brechen des Fastens.
Veranstaltet wurde der Abend in Kooperation islamischer Kulturvereine, katholischer und evangelischer Kirchen sowie der Stadt Wesel selbst. Bürgermeister Rainer Benien betonte, wie solche Begegnungen den Zusammenhalt in der Gemeinschaft fördern. Auch Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, unterstrich die Bedeutung solcher gemeinsamen Momente.
Ähnliche interreligiöse Iftar-Veranstaltungen fanden bereits in anderen deutschen Städten statt. So richtete Gelsenkirchen am 22. März 2025 ein Fastenbrechen in der DITIB Mescid-i Aksa Camii Hassel e.V. aus. Dortmund veranstaltet seit Längerem jugendorientierte Iftars, darunter eine Veranstaltung am 27. April 2025 im Lernstudio IQ GmbH, an der auch die Evangelische Kirche mitwirkt.
Das Iftar in Wesel spiegelt einen wachsenden Trend der interreligiösen Zusammenarbeit in der Region wider. Indem Muslime, Christen und andere zusammenkamen, schuf die Veranstaltung Raum für Gespräche und gegenseitigen Respekt. Die Organisatoren hoffen, dass solche Initiativen weiterhin Brücken in der Gemeinschaft bauen werden.






