08 April 2026, 08:12

Wanderungsstrom kehrt sich um: Warum Siegen-Wittgenstein nun Einwohner verliert

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Deutschlands Regionen auf dem Cover, begleitet von erklärendem Text.

Wanderungsstrom kehrt sich um: Warum Siegen-Wittgenstein nun Einwohner verliert

Seit der deutschen Wiedervereinigung verzeichnet der Kreis Siegen-Wittgenstein einen stetigen Zuzug von Migranten aus Ostdeutschland. Rund 12.700 Menschen sind in den vergangenen drei Jahrzehnten aus der Region dorthin gezogen. In den letzten Jahren hat sich der Trend jedoch umgekehrt – mittlerweile verlassen mehr Menschen die Region, als neu hinzukommen.

Den Höhepunkt erreichte die Zuwanderung 1991, als sich fast 1.200 Menschen aus den neuen Bundesländern in Siegen-Wittgenstein niederließen. Mit der Zeit pendelten sich die Zahlen ein: Seit 2010 liegen die jährlichen Zuzüge meist zwischen 200 und 300 Personen.

Insgesamt haben seit 1991 etwa 9.200 Menschen den umgekehrten Weg gewählt und sind von Siegen-Wittgenstein in die ostdeutschen Bundesländer gezogen. Die meisten von ihnen stammten ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten kamen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 2020 hat sich das Muster erneut gewandelt. Nun verlassen mehr Einwohner Siegen-Wittgenstein in Richtung der neuen Bundesländer, als aus diesen zuziehen.

Die Wanderungsbilanz zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland hat sich im Laufe der Zeit verändert. Nach Jahrzehnten mit einem Netto-Zuzug verzeichnet die Region nun einen leichten, aber stetigen Abwanderungstrend. Die Daten spiegeln die größeren Verschiebungen in den Migrationsbewegungen seit der Wiedervereinigung wider.

Quelle