18 March 2026, 06:08

Vom Trend zum Auslaufmodell: Warum der Schnurrbart seine Anziehungskraft verliert

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von schnurrbärtigen Männern mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, begleitet von Text.

Ist der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Vom Trend zum Auslaufmodell: Warum der Schnurrbart seine Anziehungskraft verliert

Barttrends haben sich in den letzten Jahren radikal gewandelt – von der Rückkehr von Schnurrbärten und Vollbärten bis zu ihrem ebenso schnellen Verschwinden. Bei der Oscarverleihung 2026 sorgten Stars wie Leonardo DiCaprio und Timothée Chalamet mit ihren Frisurentscheidungen für Aufsehen und entfachten erneut Debatten darüber, was als stilvoll gilt. Doch hinter dem Rotteppich-Glanz zeigen Daten: Die jüngeren Generationen haben sich längst von dem einst beliebten Look verabschiedet.

Der Schnurrbart erlebte zwischen 2021 und 2023 ein starkes Comeback, getragen von Prominenten und Popstars gleichermaßen. Harry Styles wurde zu einer prägenden Figur des Trends – mal mit Stoppeln, mal glatt rasiert, stets als Teil seines wandelbaren Images. Auch Newcomer wie Benson Boone übernahmen den Stil, während TikToks #MustacheChallenge 2021 über 500 Millionen Aufrufe verzeichnete.

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Doch 2024 kam der Trend ins Stocken. Auf den Laufstegen der Paris Fashion Week von 2023 bis 2025 präsentierten Marken wie Gucci und Dior glatte, haarlose Gesichter. Das Interesse in den sozialen Medien brach ein: Schnurrbart-bezogene Inhalte auf TikTok fielen bis 2025 auf unter 100 Millionen Aufrufe. Influencer der Generation Z setzten zunehmend auf minimalistische Pflege – der Trend war passé.

Bei der diesjährigen Oscarverleihung setzte Gesichtsbehaarung erneut ein Statement. Leonardo DiCaprios üppiger Schnurrbart dominierte die Schlagzeilen und inspirierte Online-Huldigungen sowie Memes. Timothée Chalamet entschied sich für einen zarten Bleistiftschnurrbart, während Ewan McGregor mit einem akkurat gestutzten Vollbart erschien. Michael B. Jordans Anchor Beard – ein Bart, der Oberlippe und Kinn verbindet – zog ebenfalls Blicke auf sich. Ethan Hawke hingegen trug einen Henri Quatre, einen Ziegenbart, der seinen Mund rahmte.

Abseits von Hollywood überraschte Pedro Pascal seine Fans mit einem glatt rasierten Auftritt und löste damit Diskussionen über sich wandelnde Schönheitsideale aus. Der Kontrast zwischen den Rotteppich-Entscheidungen und den breiten kulturellen Verschiebungen zeigt, wie schnell Pflegetrends kommen und gehen.

Das jüngste Wiederaufflammen des Schnurrbarts bei prominenten Events steht im scharfen Gegensatz zu seinem Rückgang bei jüngeren Zielgruppen. Während Stars wie DiCaprio und Chalamet den Look am Leben erhalten, deuten Modemarken und Social-Media-Daten darauf hin, dass der Trend seinen Einfluss auf die Popkultur verloren hat. Fürs Erste bleibt Gesichtsbehaarung eine Stilfrage – aber keine universelle.

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