22 March 2026, 14:09

Versehentlich veröffentlichte Castor-Route wirft Sicherheitsfragen auf

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, während eine maskierte Menge Taschen in der Nähe hält, mit Gebäuden, Flaggen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Versehentlich veröffentlichte Castor-Route wirft Sicherheitsfragen auf

Eine geplante Route für einen bevorstehenden Castor-Transport wurde versehentlich kurzzeitig online veröffentlicht. Die eigentlich vertrauliche Drohnen-Sperrzone tauchte auf einer Regierungsplattform für Luftfahrt auf. Die Behörden haben die Angaben inzwischen gelöscht, doch das Leck hat bereits Aufmerksamkeit auf die Transportstrecke gelenkt.

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Die bekannt gewordene Route erstreckt sich über etwa 170 Kilometer von Jülich nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen. Sie stellt die kürzeste Autobahnverbindung zwischen den beiden Orten dar. Das Flugverbot für Drohnen war auf der Digitalen Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums von Mittwochabend bis Donnerstag einsehbar.

Bei dem Castor-Transport sollen Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager in Ahaus gebracht werden. Solche Routen werden aus Sicherheitsgründen normalerweise geheim gehalten. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung des Ministeriums zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Auf Nachfrage zur Panne blieb das Verkehrsministerium eine Antwort schuldig. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Schwierigkeiten, die Geheimhaltung bei Atomtransporten aufrechtzuerhalten.

Die versehentliche Veröffentlichung der Drohnen-Sperrzone hat für einen kurzen Moment den Schleier über einem streng bewachten Transportplan gelüftet. Nach der Löschung der Route aus der öffentlichen Ansicht rückt nun wieder der Standard-Sicherheitsrahmen für den Transport von Nuklearmaterial in den Fokus. Die Schweigsamkeit des Ministeriums lässt Fragen nach weiteren Vorsichtsmaßnahmen unbeantwortet.

Quelle