16 April 2026, 14:13

Uniper sprengt Kühlturm in Gelsenkirchen – Platz für Wasserstoff-Gasanlage entsteht

Kohlekraftwerk mit hohem Schornstein in einer städtischen Umgebung, umgeben von Gebäuden, Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

Uniper sprengt Kühlturm in Gelsenkirchen – Platz für Wasserstoff-Gasanlage entsteht

Uniper sprengt Kühlturm im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven – Platz für Wasserstoff-gerechte Gasanlage

Mit einer kontrollierten Sprengung hat Uniper am 6. September einen Kühlturm im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven abgerissen. Die Detonation markiert einen wichtigen Schritt, um Platz für eine neue, wasserstofftaugliche Gasanlage zu schaffen. Die Behörden sicherten die Umgebung mit einer 300 Meter breiten Sperrzone ab.

Für den Abriss des 120 Meter hohen Bauwerks wurden 60 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt. Durch vertikale und Fallschlitze wurde der Einsturz präzise in eine bestimmte Richtung gelenkt. Die Sprengmeisterin Ulrike Matthes von der Thüringer Sprengmittel GmbH leitete die Aktion.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Kühlturm gehörte zum Kohleblock des Kraftwerks, der seit April 2024 zurückgebaut wird. Anwohner mussten nicht evakuiert werden, da die Sicherheitszone mögliche Risiken eingrenzte. Uniper plant, die rund 11.000 Tonnen Betonschutt vor Ort wiederzuverwenden – etwa zur Verfüllung von Bauguben, die durch den Abriss entstanden sind.

Weitere Sprengungen stehen an, darunter das Abriss des Kesselhauses F und der REA-Anlage. Die Arbeiten sollen bis 2026 andauern. Die neue Gasanlage auf dem Gelände wird H₂-ready sein und vollständig mit Wasserstoff betrieben werden können. Dr. Lars Wiese, der Werksleiter, bezeichnete die Sprengung als Meilenstein für Scholvens Wandel hin zu Dekarbonisierung und Energiesicherheit.

Der Abriss ebnet den Weg für ein modernes Gaskraftwerk mit Wasserstoffbetrieb. Durch die Wiederverwertung des Schutts reduziert Uniper zudem Abfallmengen des Projekts. In den kommenden Jahren werden weitere Anlagen abgerissen, während der Standort schrittweise auf eine klimafreundlichere Energieerzeugung umgestellt wird.

Quelle