Ungewisse Zukunft für acht Solinger Kirchen- und Gemeinschaftszentren
Moritz RichterUngewisse Zukunft für acht Solinger Kirchen- und Gemeinschaftszentren
Acht Kirchen- und Gemeinschaftszentren in Solingen, darunter die katholische Kirche Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeindezentrum und die evangelische Kirche Mangenberg samt dem Gemeinschaftshaus Corinthstraße, stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Eine von der evangelischen Kirche eingesetzte Arbeitsgruppe hat Änderungen vorgeschlagen, darunter Schließungen oder Umnutzungen für mehrere wichtige Standorte. Das Thema stößt auf großes Interesse – eine gut besuchte öffentliche Veranstaltung unterstrich kürzlich die Bedeutung für die Bewohner der Stadt.
Am 11. Februar 2026 präsentierte die Arbeitsgruppe der evangelischen Kirche ihre Empfehlungen zur Zukunft der acht Einrichtungen. Darunter sind die katholische Kirche Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeindezentrum, die evangelische Kirche Mangenberg samt dem Gemeinschaftshaus Corinthstraße sowie die evangelische Kirche Widdert. Die evangelische Stadtkirche Mitte wurde als Sonderfall eingestuft, während auch die evangelische Kirche Merscheid und ihr angrenzendes Zentrum überprüft werden. Eine endgültige Entscheidung des Synodalvorstands wird für den 14. März 2026 erwartet.
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe verzeichnete eine breite Beteiligung sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden. Die Gruppe versteht sich als Brücke zwischen Kirche und politischen Entscheidungsträgern und strebt einen Ausgleich zwischen religiösen, sozialen und städtebaulichen Belangen an.
Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in Solingen, betonte die zentrale Rolle dieser Zentren für die Stadtteile. Sie böten unverzichtbare soziale Dienstleistungen, kulturelle Angebote und Begegnungsstätten für die Anwohner. Die SPD hat eine eigene Arbeitsgruppe gebildet, um den Prozess eng zu begleiten, und verweist dabei auf Bauleitplanung und die Auswirkungen auf lokale Netzwerke als zentrale Punkte.
Eine Informationsveranstaltung des evangelischen Kirchenkreises zog zahlreiche Besucher an und spiegelte die weitverbreitete Besorgnis in der Bevölkerung wider. Die SPD kündigte an, sich weiterhin aktiv einzubringen, und erwartet, dass das Thema auf der kommunalpolitischen Agenda bleiben wird.
Die Synodalentscheidung im März wird über das weitere Vorgehen an den acht betroffenen Standorten bestimmen. Lokale Politiker wie auch Anwohner verfolgen die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, angesichts der tiefen Verwurzelung der Zentren im Gemeinschaftsleben. Das anhaltende Engagement der SPD deutet darauf hin, dass die Debatte auch über den kirchlichen Beschluss hinaus andauern wird.
Katholische Kirche vereint Pfarreien für die Neuordnung bis 2027
Die Katholische Kirche in Solingen hat Pläne bekannt gegeben, drei Pfarreien ab 2027 zu einer einheitlichen Seelsorgeeinheit zusammenzuschließen. Diese neue Struktur umfasst einen zentralen Rat, der die zukünftige Planung von Kirchengebäuden und Gemeinderollen adressiert. Wichtige Standorte wie Merscheid und Mangenberg werden direkt in die Neuordnung einbezogen. Der Rat wird sich auf fünf Bereiche konzentrieren: seelsorgerische Entwicklung, Engagement, Nachhaltigkeit und Gebäudemanagement. öffentliche Versammlungen sind für den 26. Februar und den 26. März geplant, mit weiteren Details in Kürze.






