22 March 2026, 14:08

Tausende protestieren in Köln gegen Rassismus und die AfD am Internationalen Tag der Beseitigung der Rassendiskriminierung

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Fahne schwenken und die Straße entlanggehen, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden und einem Kirchturm im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Tausende protestieren in Köln gegen Rassismus und die AfD am Internationalen Tag der Beseitigung der Rassendiskriminierung

Über 1.000 Menschen gingen am Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren. Die Demonstrant:innen zogen mit Transparenten und Fahnen durch die Innenstadt.

Die Kundgebung startete am Sudermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Viele Teilnehmer:innen hielten Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass" hoch und machten so ihre Haltung gegen Diskriminierung deutlich. Ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly war ebenfalls Teil der Veranstaltung in der Nähe des Rudolfplatzes.

Die Polizei hatte mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch die ersten Schätzungen lagen deutlich darunter. Dennoch unterstützten Gruppen wie Unteilbar, Köln Steht Auf und Fridays for Future die Aktion, ebenso wie Gewerkschaften wie ver.di. In den vergangenen fünf Jahren zogen Anti-Rassismus-Proteste in Köln meist zwischen 5.000 und 15.000 Menschen an – bei einer ähnlichen Veranstaltung im Juni 2024 waren es 12.000.

Frühere Demonstrationen, etwa "Rhöndorf Steht Auf" im Juni 2020, verzeichneten rund 10.000 Teilnehmende. Köln hat eine lange Tradition großer Mobilisierungen gegen Rassismus, auch wenn die Zahlen in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurückblieben.

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Die Kundgebung endete mit einer Abschlusskundgebung am Rudolfplatz, wo Redner:innen und Aktivist:innen erneut ihre Ablehnung von Rassismus betonten. Zwar war die Beteiligung geringer als in den Vorjahren, doch die Veranstaltung knüpfte an Kölns Tradition des öffentlichen Widerstands gegen rechtsextreme Strömungen und Diskriminierung an. Organisator:innen und Teilnehmende unterstrichen die Bedeutung anhaltenden Engagements gegen Ungleichheit.

Quelle