Streit um Kreisverkehr-Umbau in Ohligs: Bürgergemeinschaft fühlt sich ignoriert
Jakob MaierStreit um Kreisverkehr-Umbau in Ohligs: Bürgergemeinschaft fühlt sich ignoriert
Die Pläne zur Umgestaltung des Kreisverkehrs in Ohligs haben im Stadtteil Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid für Kontroversen gesorgt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt die Änderungen vehement ab und wirft vor, dass zentrale Anliegen der Anwohner ignoriert würden. Andere politische Parteien haben die Vorlage hingegen bereits unterstützt.
Während der Bezirksratssitzung wurde der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) das Wort verweigert. Die BfS hatte beantragt, der Gruppe Gehör zu verschaffen, doch der Antrag wurde abgelehnt. Diese Weigerung, die Sitzung für eine Stellungnahme zu unterbrechen, deutet auf einen Wandel im Umgang mit lokalen Stimmen in der kommunalpolitischen Debatte hin.
Die BfS betont, dass durch die Neugestaltung ein zentrales Element des Ohligser Dorffests entfallen würde. Zudem sei das Potenzial für „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen nicht ausreichend geprüft worden. Die Partei besteht darauf, dass die Bedenken der Bewohner aus Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid berechtigt sind und ernst genommen werden müssen.
Durch den Ausschluss der OWG aus der Diskussion bleibt deren Position ungehört. Die BfS fordert weiterhin eine Überarbeitung der Pläne und verweist auf ökologische sowie soziale Auswirkungen. Die Entscheidung, ohne Bürgerbeteiligung voranzuschreiten, könnte das künftige Verhältnis zwischen Politik und Anwohnern belasten.






