Solingen kämpft mit Kita-Mangel – Eltern auf Spielgruppen angewiesen
Moritz RichterSolingen kämpft mit Kita-Mangel – Eltern auf Spielgruppen angewiesen
Die SPD hat das Landesfamilienministerium scharf kritisiert, weil es die chronische Unterfinanzierung der Kita-Infrastruktur nicht angeht. In Solingen liegen mehrere Kita-Projekte aufgrund von Investitionsmangel und bürokratischen Verzögerungen auf Eis. Eltern sind inzwischen auf provisorische Spielgruppen angewiesen, um die Folgen des massiven Betreuungsplatzmangels abzufedern.
Die Stadtverwaltung Solingen hat schnell reagiert und Spielgruppen für betroffene Familien eingerichtet. Eltern begrüßen die Möglichkeit, ihre Kinder zumindest für einige Stunden betreut zu wissen. Horst Koss, jugendpolitischer Sprecher der SPD, lobte die Kommune für ihr zügiges Handeln.
Auch die SPD-Fraktion würdigte die Initiative. Gleichzeitig betonte sie, dass Spielgruppen keine Dauerlösung seien. Was dringend benötigt werde, seien reguläre Kitas mit strukturierter Frühförderung.
Die Stadt Solingen finanziert das gesamte Spielgruppenprogramm aus eigenen Mitteln – nachdem die Landesregierung keine zusätzlichen Gelder bereitgestellt hatte. Die SPD wirft dem Land vor, die Kita-Infrastruktur in ganz Nordrhein-Westfalen zu vernachlässigen.
Die Partei kündigte an, für mehr Verantwortung zu kämpfen und die Verantwortlichen für die anhaltende Krise in der Kinderbetreuung zu benennen.
Die Spielgruppen bieten den Familien in Solingen zwar kurzfristige Entlastung. Doch ohne Landesmittel bleibt das grundsätzliche Problem des Betreuungsplatzmangels bestehen. Die SPD fordert das Familienministerium weiterhin auf, endlich Lösungen vorzulegen.






