21 March 2026, 20:08

Schweizer Armee holt Rentner zurück – doch die Kritik bleibt nicht aus

Cartoon of men in military uniforms marching down a street, some holding weapons, with text at the bottom reading "Supplementary Militia, turning out for twenty-days amusement."

Schweizer Armee holt Rentner zurück – doch die Kritik bleibt nicht aus

Das Schweizer Parlament billigt Rückkehr von Rentnern in die Armee – Kritik an einseitigem Ansatz

Der Schweizer Bundesrat hat einen Plan verabschiedet, nach dem ehemalige Soldaten auf freiwilliger Basis wieder in den Militärdienst zurückkehren können. Die Entscheidung setzt den Bundesrat nun unter Druck, eine klare Strategie für ihre Wiedereingliederung zu entwickeln. Kritiker werfen dem Vorhaben vor, andere gesellschaftliche Gruppen zu übergehen, deren Fähigkeiten ebenfalls der Landesverteidigung zugutekommen könnten.

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Der Vorschlag zur Reaktivierung von Veteranen passierte beide Kammern des Parlaments ohne Gegenstimmen. Bisher gibt es jedoch weder vom Bundesrat noch von Militärvertretern eine offizielle Stellungnahme zu den Umsetzungsdetails.

Ungewöhnliche Ideen für die Schweizer Verteidigung Jenseits klassischer militärischer Rollen hat die Debatte auch kurieuse Vorschläge hervorgebracht, wie die Verteidigungsfähigkeiten der Schweiz ausgebaut werden könnten. So wird diskutiert, Wanderer einzusetzen, um feindliche Truppen durch manipulierte Wegweiser in die Irre zu führen, oder Gleitschirme als ferngesteuerte Drohnen umzufunktionieren. Andere schlagen vor, Golfer als Scharfschützen einzusetzen, während Bäuerinnen Feldküchen leiten und Großmütter Tarnkleidung stricken könnten.

Sogar das Alphorn wird als mögliche Waffe gehandelt – seine ohrenbetäubenden Klänge könnten feindliche Kommunikation stören. Leidenschaftliche Briefeschreiber und Verschwörungstheoretiker wiederum könnten in Propaganda-Einheiten eingesetzt werden, um Verwirrung zu stiften.

Satiriker Enzler tourt derweil mit neuem Programm Die Diskussion fällt zusammen mit der aktuellen Tournee des Schweizer Komikers Simon Enzler, der mit Brenzlig sein elftes Bühnenprogramm präsentiert. Bekannt für seine scharfsinnigen politischen Beobachtungen und seinen markanten Appenzeller Dialekt, gewann Enzler 2007 den renommierten Salzburger Stier. Seine Auftritte thematisieren oft die Schweizer Gesellschaft, zu den Militärplänen hat er sich bisher jedoch nicht öffentlich geäußert.

Offene Fragen zur Umsetzung Nun liegt es am Bundesrat, darzulegen, wie die Rückkehr der Veteranen konkret aussehen soll. Doch der Plan steht in der Kritik, weil er andere qualifizierte Gruppen außer Acht lässt, die ebenfalls einen Beitrag zur Landesverteidigung leisten könnten. Solange Details fehlen, bleibt unklar, welche praktischen Auswirkungen die Entscheidung tatsächlich haben wird.

Quelle