19 June 2026, 04:04

Sabotagewelle 2025: Deutsche Bahninfrastruktur im Visier von Anschlägen

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Deutsche Bahninfrastruktur im Visier von Anschlägen

2025: Dramatischer Anstieg gezielter Angriffe auf deutsche Verkehrsinfrastruktur

Deutschland verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg vorsätzlicher Anschläge auf seine Verkehrswege. Von Kabelbränden bis zu Sprengstoffanschlägen führten Sabotageakte bundesweit zu massiven Behinderungen im Schienenverkehr. Die Behörden registrierten einen signifikanten Anstieg solcher Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren.

Das Jahr begann mit der Entgleisung eines Güterzugs zwischen Essen und Oberhausen am 12. Januar. Ermittler entdeckten eine Metallklemme auf den Gleisen, die die Entgleisung ausgelöst hatte. Nur kurz darauf sollte ein US-Militärkonvoi dieselbe Strecke passieren – die Behörden stuften den Vorfall daraufhin als Sabotage ein.

Im Berliner Bezirk Wuhlheide legte ein Kabelbrand in einem Kabelkanal im Januar den Regionalverkehr lahm. Später bekannte sich eine linksextremistische Gruppe zu dem Anschlag. Einige Monate später, Ende Juli, führten zwei Kabelbrände auf der Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf zu Streckenstillständen und Ausfällen; auch hier wurde Sabotage stark vermutet.

Im August durchtrennten unbekannte Täter Kabel, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuerten. Im Folgemonat kappten Saboteure mehrere Leitungen entlang einer Bahnstrecke bei Leverkusen und legten so ein Stellwerk lahm. Im Herbst verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf die Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin – die Auswirkungen auf die deutsche Infrastruktur waren zwar indirekt, doch die Bedrohungslage verschärfte sich.

Darüber hinaus nahm die Polizei 2025 drei Männer fest, die Brand- und Bombenanschläge auf den Güterverkehr in Deutschland geplant haben sollen. Bis Jahresende wurden 93 vorsätzliche Angriffe auf die Verkehrsinfrastruktur als Straftaten erfasst – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Zudem wurden 12 Straftaten unter dem Tatbestand der „agenturhaften Sabotagevorbereitung“ registriert, eine Kategorie, die in den beiden Vorjahren noch nicht verzeichnet worden war.

Die Welle der Anschläge machte die Schienennetze verwundbar und führte in mehreren Regionen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die deutschen Behörden reagierten mit Festnahmen und verschärften Ermittlungen zu Sabotageakten. Die Vorfälle zeigten die wachsenden Sicherheitsherausforderungen für die Verkehrsinfrastruktur des Landes auf.

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