Protest in Dortmund: Solidarität statt Sozialkürzungen und Zwangsarbeit
Jakob MaierProtest in Dortmund: Solidarität statt Sozialkürzungen und Zwangsarbeit
Protest vor dem Dortmunder Jobcenter: Solidarität statt Zwangsarbeit
Diese Woche fand vor dem Dortmunder Jobcenter eine Demonstration statt, organisiert vom Hartz Café Dortmund. Aktivistinnen und Aktivisten versammelten sich, um auf die Notlagen von Arbeitslosen und von Armut Betroffenen aufmerksam zu machen. Die Kundgebung richtete sich gegen aktuelle Pläne zur Kürzung von Sozialleistungen und forderte mehr Solidarität mit Menschen in prekären Verhältnissen.
Unter dem Motto "Solidarität statt Zwangsarbeit" kamen Arbeitslose, Gewerkschaftsmitglieder und Ehrenamtliche zusammen. Die Rechtsanwältin und Sozialberaterin Steffi Eulitz kritisierte die geplanten Pauschalierungen bei den Wohnkostenzuschüssen und warnte, diese könnten Obdachlosigkeit verschärfen und der Wirtschaft schaden. Besonders betonten sie die extremen Härten, mit denen vulnerable Gruppen konfrontiert sind – darunter Suchtkranke, ältere Menschen und chronisch Kranke.
Christopher Davis, Sekretär der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU), bezeichnete die geplanten Leistungskürzungen als "direkten Angriff auf Beschäftigte" und rief zum Widerstand und zur Organisierung gegen die Veränderungen auf. Die Ehrenamtlichen Luca und Alexander forderten unterdessen eine Stärkung der Sozialpolitik, darunter ein höheres Bürgergeld, vereinfachte Leistungsanträge und bessere Arbeitsmarktchancen.
Das Hartz Café, das seit Jahren in Dortmund Menschen in Armut unterstützt, hat mit Initiativen wie dem Frauencafé – einem geschützten Raum für wohnungslose Frauen mit Mahlzeiten, medizinischer Hilfe und Beratung – Aufmerksamkeit erregt. 2026 wurde das Projekt mit dem Dr. Edith Peritz-Preis ausgezeichnet. Bereits vor drei Jahren hatte ein Protestcamp in Dortmund auf das Thema Obdachlosigkeit hingewiesen, auch wenn die genauen lokalen Zahlen weiterhin unklar bleiben.
Alexander, einer der Organisatoren, hoffte, die Veranstaltung werde die Gräben zwischen Beschäftigten und Arbeitslosen verringern. Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten mehr Respekt, gerechtere Wohnraumpolitik sowie besseren Zugang zu Bildung und Selbstorganisation für Bedürftige.
Die Kundgebung unterstrich die anhaltenden Sorgen über soziale Ungleichheit und die Folgen von Sozialkürzungen. Aktivistinnen, Aktivisten und Initiativen setzen sich weiterhin für politische Veränderungen ein, die Armut und Obdachlosigkeit bekämpfen. Die Veranstaltung verstärkte die Forderungen nach einem solidargemeinschaftlichen Sozialsystem – in Dortmund und darüber hinaus.






