18 March 2026, 16:07

NRW-Tourismus hofft auf starken Herbst – doch Kosten und Sparsamkeit der Gäste bremsen die Freude

Außenansicht eines mehrfenstrigen Gebäudes mit einer Vorderseite, umgeben von Straßenelementen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel, das als Ferienhaus zum Verkauf angeboten wird.

Ferienwohnungen in NRW vor den Herbstferien stark nachgefragt - NRW-Tourismus hofft auf starken Herbst – doch Kosten und Sparsamkeit der Gäste bremsen die Freude

Tourismus in Nordrhein-Westfalen erwartet einen starken Herbst – doch Kosten und Zurückhaltung der Gäste dämpfen die Stimmung

Der Tourismus in Nordrhein-Westfalen steht vor einem kräftigen Herbstgeschäft, wobei Last-Minute-Buchungen die Zahlen noch weiter in die Höhe treiben könnten. Zwar verzeichnen viele Betriebe eine wachsende Nachfrage, doch steigende Kosten und das zurückhaltende Ausgabeverhalten der Gäste bleiben zentrale Sorgen der Branche.

Besonders die Region Sauerland – allen voran Winterberg und Willingen – sowie die Städte Köln und Düsseldorf verzeichnen den stärksten Anstieg bei Buchungen von Ferienhäusern und -wohnungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Reservierungen für die Herbstferien 2026 laut Zahlen von März um bis zu 45 Prozent gestiegen. Ferienunterkünfte liegen dabei besonders im Trend: 55 Prozent der Anbieter in diesem Segment zeigen sich zufrieden oder sehr zufrieden mit der erwarteten Auslastung.

Insgesamt äußern sich 37 Prozent der Tourismusbetriebe im Land zufrieden mit ihren Buchungsständen. Doch das Bild ist uneinheitlich. Kleinere Beherbergungsbetriebe abseits von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen melden eine höhere Unzufriedenheit. Eine Umfrage zeigt, dass 26 Prozent der Betriebe mit der Auslastung unglücklich sind, während sich 6 Prozent als sehr unzufrieden bezeichnen.

Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW, blickt dennoch optimistisch auf die Herbstsaison und prognostiziert starke Zahlen bei Übernachtungen und Tagesausflügen. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen. Steigende Betriebskosten, die von 42 Prozent der Betriebe genannt werden, und das zurückhaltende Konsumverhalten der Gäste (34 Prozent) stehen ganz oben auf der Sorgenliste. Als Reaktion fordert der Dehoga NRW politische Unterstützung, darunter einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel, flexiblere Arbeitszeiten und vereinfachte Zuwanderungsregeln, um den Personalmangel zu entschärfen.

Die Herbstferien in Nordrhein-Westfalen versprechen regen Zulauf, wobei Ferienunterkünfte die Nachfrage anführen. Trotz positiver Buchungstrends kämpfen die Betriebe weiterhin mit finanziellen Belastungen – und fordern politische Weichenstellungen, um das Wachstum der Branche zu sichern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Last-Minute-Reservierungen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen für die Anbieter ausgleichen können.

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