25 June 2026, 16:05

NRW stoppt Wohneigentumsbonus plötzlich – Familien bleiben ohne Förderung

FDP: Landesregierung muss 'Kampagne gegen Eigentum' beenden

NRW stoppt Wohneigentumsbonus plötzlich – Familien bleiben ohne Förderung

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat überraschend ein bekanntes Förderprogramm für Wohneigentum beendet. Der Schritt erfolgte ohne Vorwarnung während der Sommerpause unter der Führung von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Viele sehen darin einen Vertrauensbruch, hatte die Koalition doch zuvor zugesichert, das Programm bis zur vollständigen Ausschöpfung der Mittel fortzuführen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2022 hat der NRW-Wohneigentumsbonus Hunderten Familien geholfen. Allein in Solingen erhielten 419 Haushalte insgesamt 2.889.156 Euro – im Schnitt 6.895 Euro pro Familie. Das Programm bot Käufern bis zu 10.000 Euro Unterstützung beim Erwerb eines selbstgenutzten Hauses oder einer Eigentumswohnung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, hat die Entscheidung scharf kritisiert. Er wirft der Landesregierung vor, durch eine Reihe von Fehlentscheidungen den Wohneigentumserwerb zu erschweren. Dazu zählen steigende Steuern und Abgaben, die den Kauf, Bau und das Wohnen in Immobilien immer teurer machen. Nordrhein-Westfalen erhebt bereits die höchste Grunderwerbsteuer Deutschlands, was die finanzielle Belastung zusätzlich erhöht.

Das abrupte Aus für das Förderprogramm kommt zu einer Zeit, in der die meisten Deutschen nach wie vor lieber eine Immobilie besitzen als zur Miete zu wohnen. Doch die steigenden Kosten machen diesen Wunsch für viele Familien zunehmend unerreichbar.

Das Subventionsprogramm ist nun eingestellt – künftige Käufer bleiben ohne Unterstützung. Die hohen Steuern und Gebühren des Landes belasten weiterhin alle, die sich Wohneigentum leisten möchten. Kritiker befürchten, dass die Entscheidung den Erwerb von Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen noch schwieriger machen wird.

Quelle