NRW setzt auf Wasserstoff-Importe für die klimaneutrale Industrie der Zukunft
Lukas WolfNRW setzt auf Wasserstoff-Importe für die klimaneutrale Industrie der Zukunft
Nordrhein-Westfalen erwartet bis 2045 einen starken Anstieg der Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff. Die energieintensiven Industrien der Region, mittelständische Unternehmen und der Energiesektor werden zunehmend auf den Brennstoff angewiesen sein. Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW zeigt auf, welche Schritte notwendig sind, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Dabei kann sich das Land nicht allein auf die heimische Produktion verlassen, um den wachsenden Bedarf zu decken. Der Ausbau der regionalen Erzeugung und der erneuerbaren Energien wird nur einen Teil der Nachfrage abdecken können. Der Rest muss über Importe – per Pipeline oder Schiff – beschafft werden.
Als effizienteste Option gelten Pipeline-Importe aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien. Auch schiffbasierte Lieferungen aus globalen Produktionszentren könnten das Spektrum möglicher Bezugsregionen erweitern. Laut Bericht sind die Gesamtkosten der verschiedenen Importwege vergleichbar.
Kurzfristig könnte importierter grüner Ammoniak das bisher verwendete graue Ammoniak in bestehenden Anwendungen ersetzen. Dieser Wechsel würde helfen, Emissionen zu senken, ohne die industriellen Anforderungen zu vernachlässigen.
Der Bericht skizziert die notwendigen Importrouten, um sicherzustellen, dass das Wasserstoffangebot in Nordrhein-Westfalen mit der Nachfrage Schritt hält. Die regionale Produktion wird zwar eine Rolle spielen, doch Pipelines und Schiffslieferungen sind unverzichtbar. Die Industrien des Landes sind auf diese Maßnahmen angewiesen, um eine stabile und nachhaltige Wasserstoffversorgung zu gewährleisten.
