19 April 2026, 08:08

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe und Bildschirmen an der Wand.

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller fordert strengere Regeln für Handys in Schulen

Die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Dorothee Feller hat sich für schärfere Vorschriften zum Umgang mit Mobiltelefonen an Schulen ausgesprochen. An Grundschulen plädiert sie für ein vollständiges Verbot während der Unterrichtszeit, in weiterführenden Schulen befürwortet sie dagegen eine kontrollierte Nutzung. Ihre Forderungen kommen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um den Jugendschutz und die digitale Medienkompetenz.

Feller argumentiert, dass an Grundschulen Handys während des Unterrichts komplett verboten gehören. Für weiterführende Schulen schlägt sie flexible Regelungen vor, die die Nutzung der Geräte nur unter Aufsicht der Lehrkräfte erlauben. Die Ministerin betonte, dass Technologie dem Lernen dienen müsse – und nicht davon ablenken dürfe.

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Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit einer besseren Medienbildung, um Kinder vor Online-Gefahren wie Cybergrooming zu schützen. Nach Ansicht Fellers können Schulen diese Herausforderungen nicht allein bewältigen, da die Nutzung von Handys und sozialen Medien die gesamte Gesellschaft betreffe. Sie verwies darauf, dass Schülerinnen und Schüler von ihren wöchentlichen 110 Stunden Wachzeit lediglich 28 in der Schule verbringen – Eltern und die Gesellschaft müssten daher mit in der Verantwortung stehen.

Fellers Position spiegelt einen Ausgleich zwischen der Nutzung digitaler Werkzeuge und dem Schutz junger Menschen wider. Zwar lehnt sie Handys in weiterführenden Schulen nicht grundsätzlich ab, besteht jedoch auf klare Grenzen und pädagogische Begleitung.

Die Pläne sehen vor, dass Grundschulkinder während der Schulzeit ganz auf Handys verzichten, während ältere Schüler sie unter strengen Auflagen nutzen dürfen. Fellers Ansatz zielt darauf ab, sowohl bildungspolitische als auch kinderschützerische Belange zu berücksichtigen. Die Debatte verlagert sich nun darauf, wie Schulen, Familien und Politiker diese Maßnahmen umsetzen werden.

Quelle