"Mainz bleibt Mainz" feiert Generalprobe mit historischem Frauen-Protokoll und Abschied einer Legende
Lukas Wolf"Mainz bleibt Mainz" feiert Generalprobe mit historischem Frauen-Protokoll und Abschied einer Legende
Generalprobe für Deutschlands bekannteste Karnevalssendung: "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"
Am Mittwochabend fand im Kurfürstlichen Schloss die Generalprobe für die beliebte Karnevalsfernsehshow "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" statt. Die Live-Übertragung im ZDF startet am Freitagabend um 20:15 Uhr – mit scharfer Satire, musikalischen Darbietungen und einem Abschied von einer langjährigen Karnevalsgröße.
Das Programm vereint politischen Humor, klassischen Fastnachtsunsinn und ein historisches Novum: Erstmals in 200 Jahren übernimmt eine Frau das Protokoll, die traditionelle satirische Jahresrückschau.
Der Abend begann mit einem festlichen Aufmarsch der Garden, gefolgt von einem Medley der Schnorreswackler. Christina Grom betrat als Erste das Bütt-Podium, um das Protokoll vorzutragen – und setzte als erste Frau in dieser Rolle Themen wie Mainzer Tempolimits, Politiker und eine humorvolle Bibellesung in Szene.
Florian Sitte als Till Eulenspiegel richtete seine Spitzen gegen politische Extreme und den wachsenden Antisemitismus. Jürgen Wiesmann kehrte als Ernst Lustig mit Hobby-Dogging zurück, einer Meisterklasse des klassischen Karnevals-Kokolores, der das Publikum zum Lachen brachte. Markus Schönberg in der Rolle des Ignaz leitete einen Mitmachsong ein, den er selbst über die Verlegung seines geliebten Bauernmarkt-Frühstücks geschrieben hatte.
Andreas Schmitt gab als Obermessdiener (Oberster Messdiener) nach einem Jahr Pause sein Comeback. In seiner Bütt-Rede kritisierte er, was er als "kardinale Fehler" in seiner Partei und seiner Kirche bezeichnete – wen genau er damit meinte, blieb allerdings unklar. Weitere Highlights des Abends: Thomas Becker als Zeitgeist, ein Lied von Handkäs un sei Mussig und Katharina Greules Sketch über eine Influencerin im Museum.
Den emotionalen Höhepunkt bildete der Abschied von Hans-Joachim Greb, bekannt als Hobbes. Nach 45 Jahren auf der Bühne verließ er mit den Worten "Tschüss, helau, das war's" die Bühne.
Die Live-Sendung am Freitag bringt das gesamte Spektakel zu den Zuschauern – von satirischen Reden bis zu musikalischen Auftritten. Die diesjährige Ausgabe steht für eine Mischung aus Tradition und Wandel: mit einer historischen Premiere beim Protokoll und dem Ausklang einer Karnevalslegende. Wie immer erwartet die Zuschauer eine gelungene Mischung aus Witz, Musik und der typisch frechen Art, die "Mainz bleibt Mainz" ausmacht.
Jürgen Klopp besucht 'Mainz bleibt Mainz' als Cowboy-Zuschauer - eine neue Wendung in der Show-Geschichte
Neuste Berichte deuten auf einen Überraschungsauftritt eines Prominenten bei der Live-Show hin. Fußball-Legende Jürgen Klopp besuchte das Event als Cowboy gekleidet. "Er verpasste ein Bundesligaspiel, um die Tradition zu unterstützen", bestätigten Quellen. Der ehemalige Trainer von Mainz und Borussia Dortmund gesellte sich zum Publikum und verlieh der Verabschiedung des langjährigen Künstlers Hans-Joachim Greb eine hochkarätige Note.






