Hammer-Möbelkette gerettet – doch 70 Filialen müssen schließen
Die angeschlagene Möbelkette Hammer wurde nach der Insolvenzantragstellung der Muttergesellschaft an die Investorengruppe ReThink verkauft. Durch den Deal bleiben 93 Filialen erhalten, doch rund 70 weitere müssen schließen. Viele Mitarbeiter stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, während das Unternehmen unter neuer Führung umstrukturiert wird.
Die Brüder Schlau GmbH & Co. KG, zu der neben Hammer auch die Baumärkte der Marke Schlau gehören, meldete im Juni Insolvenz an. Das vor über einem Jahrhundert – 1921 von Theodor und Wilhelm Schlau in Minden gegründete – Unternehmen beschäftigte in seiner Blütezeit rund 3.900 Mitarbeiter in seinen verschiedenen Marken. Die ersten Hammer-Möbelhäuser eröffneten 1976 in Bremerhaven und Lübbecke und markierten den Beginn einer langen Einzelhandelspräsenz.
Die Übernahme durch ReThink rettet 93 Hammer-Standorte und sichert damit etwa 1.200 Arbeitsplätze. Allerdings werden die verbleibenden 70 Filialen geschlossen und die gesamte Schlau-Großhandelsabteilung eingestellt. Die Insolvenz war erstmals vom Magazin "Wirtschaftswoche" berichtet worden, das die finanziellen Probleme des Konzerns als Ursache für den Niedergang benannte.
Mit der Abwicklung der Brüder Schlau Gruppe drohen über die Filialschließungen hinaus weitere Entlassungen. Betroffene Mitarbeiter müssen sich nun nach neuen Perspektiven umsehen, während das Unternehmen unter den neuen Eigentümern schrumpft.
Unter der Führung von ReThink werden 93 Hammer-Filialen weiterbetrieben, doch für diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, bleibt die Zukunft ungewiss. Die Schließung von 70 Standorten und das Ende der Schlau-Sparte bedeuten einen deutlichen Rückgang der Unternehmensgröße. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens geht es nun um die Begleichung der Schulden und die endgültige Übergabe an die neuen Eigentümer.






