02 April 2026, 20:06

FDP kritisiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als Ablenkung von Haushaltsproblemen

Papier mit gedrucktem Text auf Französisch betitelt "Plan d'Organisation pour des Bataillons de Piquiers, Arrêté par le Conseil Executif Provifoire", das einen Plan zur Organisation von Piketen Bataillone enthält.

FDP kritisiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als Ablenkung von Haushaltsproblemen

Die FDP in Bergisch Gladbach hat die anhaltende politische Debatte über Koalitionsdynamiken kritisiert und diese als Ablenkung von den eigentlichen Herausforderungen der Stadt bezeichnet. Parteimitglieder argumentieren, dass Diskussionen über eine sogenannte "Brandmauer" zwischen politischen Gruppen drängende finanzielle und strukturelle Probleme der Kommune ignorierten.

Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel warf vor, dass konservative und liberale Vorschläge wiederholt an mangelnder Unterstützung durch linke Parteien scheiterten. Er betonte, dass der Fokus von politischen Bündnissen auf praktische Lösungen für die Zukunft der Stadt gelenkt werden müsse.

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Die FDP begrüßte die kürzlich beschlossene Obergrenze für Personalkosten als Schritt in Richtung Modernisierung. Sie verweist auf einen Anstieg der städtischen Stellen um 40 Prozent – rund 1.500 neue Positionen – in den letzten Jahren, obwohl mit einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung zu rechnen sei. Die Partei betont, ihre Kritik richte sich nicht gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, sondern ziele auf die Anpassung der Strukturen an demografische Veränderungen ab.

Die Stadträtin Dorothee Wasmuth unterstützte diese Bedenken und forderte eine sachlichere Debatte. Gleichzeitig drängt die FDP den Oberbürgermeister dazu, die Personalkostenbegrenzung unverzüglich umzusetzen. Die Stadt steht vor einem jährlichen Haushaltsdefizit von etwa 50 Millionen Euro, das voraussichtlich bis 2030 anhalten wird.

Detaillierte Daten zur Entwicklung der Personalstruktur Bergisch Gladbachs in den letzten fünf Jahren liegen nicht vor. Berichte nennen lediglich Einzelstellenbesetzungen, wie die Einstellung eines neuen Baudezernenten und die vollständige Besetzung bestehender Positionen unter der grün-roten Verwaltung, doch umfassende Statistiken fehlen.

Der Reformdruck der FDP kommt zu einer Zeit, in der Bergisch Gladbach mit finanzieller Belastung und einer wachsenden Belegschaft kämpft. Die Partei besteht darauf, dass Modernisierung und nicht politische Streitigkeiten die künftigen Entscheidungen leiten sollten. Die Verantwortung für die sofortige Umsetzung der Personalkostenobergrenze liegt nun beim Oberbürgermeister.

Quelle