03 April 2026, 02:07

Evonik-Aktie im Abwärtstrend: Warum Insider jetzt massiv kaufen

Schwarz-weiß-Bild eines alten Aktienzertifikats mit dem Porträt eines Mannes und bedrucktem Text sowie numerischen Werten, die den Aktienbesitz oder die Wertangabe angeben.

Evonik-Aktie im Abwärtstrend: Warum Insider jetzt massiv kaufen

Evoniks Aktie verzeichnet seit Wochen und Monaten einen stetigen Rückgang. Trotz dieses Abschwungs haben wichtige Insider bemerkenswerte Aktienkäufe getätigt – ein Zeichen vorsichtiger Hoffnung. Die jüngsten Finanzupdates und Marktbewegungen des Chemiekonzerns deuten auf eine gemischte Perspektive hin.

Im August erwarben zwei hochrangige Führungskräfte von Evonik bedeutende Anteile am Unternehmen. Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand, kaufte 2.999 Aktien. Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands, investierte 95.875 Euro in 6.500 Aktien – zusätzlich zu ihren früheren Käufen von 5.000 Aktien im April und 6.000 Aktien im August. Solche Insider-Käufe gelten oft als Indiz für Vertrauen in die grundlegende Performance eines Unternehmens, selbst wenn die Aktie unter Druck steht.

Evonik hat kürzlich seine Prognose für das dritte Quartal 2025 nach unten korrigiert und erwartet nun ein EBITDA zwischen 420 und 460 Millionen Euro. Diese Anpassung folgt auf ein stärkeres als erwartet ausgefallenes Vorquartal, in dem das Unternehmen einen Gewinn von 577 Millionen Euro verbuchte – deutlich über den Marktprognosen von 500 Millionen Euro. Trotz der Herabstufung ist die Marktkapitalisierung von Evonik seit der letzten Quartalsprognose um etwa 12 Prozent gestiegen und erreichte bis April 2026 rund 20,7 Milliarden Euro. Damit übertrifft das Unternehmen den 5-prozentigen Zuwachs von BASF im gleichen Zeitraum – ein Hinweis auf relative Widerstandsfähigkeit in der Branche.

Analysten des AKTIONÄR raten zu Geduld und empfehlen Anlegern, auf klarere Verbesserungen bei den Geschäftsgrundlagen und den Aktienchart-Trends von Evonik zu warten. Gleichzeitig stärken branchenweite Entwicklungen die Hoffnung auf eine mögliche Erholung der Chemieaktien: Dazu zählen etwa Berkshire Hathaways Übernahme von OxyChem sowie aktuelle Stellungnahmen von BASF.

Die Insider-Käufe und die jüngste Marktperformance von Evonik geben zwar Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Doch die gesenkte Quartalsprognose und der anhaltende Kursrückgang sorgen dafür, dass Anleger weiterhin abwartend bleiben. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden zeigen, ob sich diese Zuversicht in eine nachhaltige Trendwende umsetzen lässt.

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