EEG-Reform bedroht Rentabilität von Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern
Lukas WolfEEG-Reform bedroht Rentabilität von Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern
Ein geplanter Kurswechsel in der deutschen Erneuerbare-Energien-Politik könnte die Wirtschaftlichkeit kleiner Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern gefährden. Forscher warnen, dass die Abschaffung der EEG-Einspeisevergütung viele dieser Anlagen in die Verlustzone drängen könnte. Dies geht aus einer Studie hervor, die im Rahmen einer großen Klimaforschungsinitiative entstanden ist.
Die Untersuchung, durchgeführt von den Ökonomen Andreas Fischer und Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln), analysierte die Folgen eines Wegfalls der Subventionen für kleine Photovoltaikanlagen. Ihre Arbeit war Teil des Kopernikus-Projekts Ariadne, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern ohne die bisherige Förderung unwirtschaftlich werden könnten.
Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten über die Studie und hoben die Bedenken gegenüber dem Politikwechsel hervor. Zwar wurde keine genaue Zahl der betroffenen Anlagen genannt, doch konzentrierte sich die Untersuchung auf Installationen in kleineren Wohngebäuden. Die geplante Änderung stammt aus dem Bundeswirtschaftsministerium – frühere Meldungen hatten sie fälschlicherweise Ministerin Katharina Reiche zugeschrieben.
Der Wegfall der EEG-Einspeisevergütung könnte die Rentabilität dezentraler Solaranlagen in gemeinschaftlich genutzten Wohnhäusern untergraben. Ohne Förderung könnten viele Anlagen ihre Kosten nicht mehr decken. Die Veröffentlichung der Studie lenkt die Aufmerksamkeit auf die möglichen Konsequenzen für die dezentrale Energiewende in Deutschland.






