Britischer Challenger 3 besteht Schießtests – der tödlichste Panzer der Royal Army
Lukas WolfBritischer Challenger 3 besteht Schießtests – der tödlichste Panzer der Royal Army
Britischer Verteidigungsminister Grant Shapps besuchte vergangene Woche das Werk von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) in Telford. Während seines Besuchs begutachtete er den neuesten von acht Prototypen des Challenger 3. Der neue Hauptkampfpanzer der britischen Streitkräfte wird im Rahmen eines Vertrags über 800 Millionen Pfund geliefert.
Der Challenger 3 ist der tödlichste und überlebensfähigste Panzer der British Army. Er verfügt über einen hochmodernen Turm mit einer leistungsfähigeren Glattrohrkanone, verbesserten Sensoren, fortschrittlicher Panzerung und einem aktiven Schutzsystem. Die Schießtests unter realen Bedingungen wurden inzwischen abgeschlossen – der erste Panzer traf dabei erfolgreich Ziele in verschiedenen Entfernungen, um die Präzision zu bestätigen.
Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) leitet das Projekt. Das Programm hat bei RBSL fast 300 Arbeitsplätze geschaffen, darunter 130 Ingenieure und 70 Techniker; zusätzlich werden im gesamten Vereinigten Königreich 450 weitere Stellen unterstützt. Der Challenger 3 soll mindestens bis 2040 im Einsatz bleiben.
Neben dem Panzer arbeiten das Vereinigte Königreich und Deutschland an einem weiteren militärischen Projekt zusammen: der gemeinsamen Entwicklung der ferngesteuerten Haubitze RCH 155 (Remote-Controlled Howitzer 155mm Wheeled Artillery Systems), die auf Boxer-Fahrzeugen montiert werden soll. Beide Länder zählen zu den größten Volkswirtschaften Europas; der bilaterale Handel erreichte im vergangenen Jahr ein Volumen von 147,7 Milliarden Pfund.
Der Challenger 3 hat die Schießtests erfolgreich bestanden und wird in den kommenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle in den gepanzerten Verbänden der British Army spielen. Das Projekt stärkt zudem Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie und die internationale Zusammenarbeit mit Deutschland.






