Bergisch Gladbach sichert Industrieflächen für künftiges Wirtschaftswachstum ab
Jakob MaierBergisch Gladbach sichert Industrieflächen für künftiges Wirtschaftswachstum ab
Bergisch Gladbach unternimmt Schritte, um sein Gewerbe- und Industriegebiet für das künftige Wirtschaftswachstum zu sichern. Die Stadtverwaltung hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, mit der wichtige Flächen – darunter das Gelände von Saint-Gobain Isover – geschützt werden sollen. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung dieser Maßnahme für die langfristige Wirtschaftskraft der Stadt.
Der Entwurf sieht vor, ein Vorkaufsrechtsgebiet für ein 18,8 Hektar großes Teilstück der Westlichen Industriezone auszuweisen. Das Areal liegt zwischen der Innenstadt und Gronau und umfasst neben dem Saint-Gobain-Isover-Standort auch Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße.
Das Isover-Gelände erstreckt sich über 11 Hektar – etwa halb so groß wie das Zanders-Areal – und nimmt eine zentrale Position in Bergisch Gladbach ein. Teile der Fläche sind derzeit ungenutzt oder nur teilweise erschlossen, was die Notwendigkeit einer städtebaulichen Planung unterstreicht. Zwar hat Saint-Gobain keine Pläne, das Grundstück zu verkaufen, doch hat das Unternehmen seine Belegschaft in den vergangenen Jahren von 220 auf 60 Mitarbeiter reduziert; später stieg die Zahl wieder auf 75. Dennoch investiert das Unternehmen weiterhin am Standort.
Die Stadt betrachtet die Verordnung als vorsorgliche Maßnahme. Ziel ist es, die begrenzten gewerblichen Flächen im Stadtzentrum zu erhalten und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Die Regelung würde Bergisch Gladbach ein Vorkaufsrecht für die ausgewiesenen Industrieflächen einräumen, um die Kontrolle über wichtige Wirtschaftsgüter zu behalten. Der Stadtrat wird den Vorschlag nun beraten und über die Annahme entscheiden.






