17 March 2026, 00:07

Bayer will Kerendia-Zulassung erweitern – trotz finanzieller Krisen und Roundup-Prozesse

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneikosten."

Bayer will Kerendia-Zulassung erweitern – trotz finanzieller Krisen und Roundup-Prozesse

Bayer plant Zulassungserweiterung für Kerendia nach vielversprechenden klinischen Ergebnissen

Der Pharmakonzern Bayer hat Pläne bekannt gegeben, die Zulassung für sein Medikament Kerendia auszuweiten. Diese Entscheidung folgt auf starke klinische Daten und könnte den Zugang für eine deutlich größere Patientengruppe ermöglichen. Gleichzeitig beobachten Investoren die Entwicklung genau, da rechtliche Auseinandersetzungen und finanzielle Belastungen die Zukunft des Unternehmens prägen.

Kerendia (Wirkstoff: Finerenon) ist bereits in über 100 Ländern zur Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Das Präparat hat mittlerweile fünf Phase-III-Studien durchlaufen, darunter die FIND-CKD-Studie, die sich auf nicht-diabetische chronische Nierenerkrankungen konzentrierte. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der Nierenfunktion im Vergleich zu einem Placebo.

Bayer wird in Kürze einen Antrag bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für eine erweiterte Zulassung einreichen. Bei Erfolg wäre dies ein wichtiger Schritt über den bisherigen Einsatzbereich hinaus. Bereits im Juli 2025 hatte die FDA Kerendia für Herzinsuffizienz-Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von 40 Prozent oder höher genehmigt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz dieser Fortschritte steht Bayer vor finanziellen Herausforderungen. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung auf fast 30 Milliarden Euro anstieg. Hohe Prozesskosten, insbesondere durch die anhaltenden Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup, haben die Liquiditätsreserven belastet. Rechtliche Entscheidungen, die für April und Mitte Juni 2026 erwartet werden, dürften den weiteren Kurs des Konzerns maßgeblich beeinflussen.

Die Investoren reagierten positiv auf die Entwicklung des Medikaments: Die Bayer-Aktie stieg um 4,71 Prozent auf 40,25 Euro. Der Aufwärtstrend spiegelt wachsendes Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der Pharmasparte wider.

Die geplante Einreichung bei der FDA für die erweiterte Anwendung von Kerendia könnte die Patientenzahl deutlich erhöhen. Rechtliche und finanzielle Hürden bleiben jedoch entscheidende Faktoren für die Stabilität des Unternehmens. Die Ergebnisse der anstehenden Gerichtsurteile und das Schuldenmanagement werden die nächsten Schritte von Bayer bestimmen.

Quelle