11 April 2026, 04:06

Antisemitische Beleidigungen und Gewalt nach Fußballspiel in Köln eskalieren

Männer spielen ein Handballspiel auf einem Platz während der Futsal-Weltmeisterschaft 2019 zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain, mit Zuschauern im Hintergrund.

Sportverband bearbeitet Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt nach Fußballspiel in Köln eskalieren

Ein Sportgerichtsverfahren wurde angesetzt, nachdem es nach einem örtlichen Fußballspiel zu schweren Vorwürfen gekommen war. Die Partie zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete in einem Eklat, bei dem antisemitische Beleidigungen und körperliche Gewalt eine Rolle gespielt haben sollen. Der Vorfall wird nun sowohl von den Fußballverbänden als auch von der Polizei untersucht.

Das Spiel fand am 14. September statt, wobei TuS Makkabi Köln mit 7:2 gegen TFG 78 Nippes II gewann. Während und nach der Partie berichteten mehrere Spieler von Makkabi, sie seien antisemitischen Beschimpfungen ausgesetzt gewesen. Zwei Spieler seien zudem von einem Gegner angespuckt worden.

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Nach dem Abpfiff spitzte sich die Lage weiter zu. Weitere Makkabi-Spieler wurden körperlich angegriffen, woraufhin der Verein umgehend reagierte. Der Fußballverband Mittelrhein hat nun für den 10. Oktober eine Verhandlung an der Sportschule in Hennef anberaumt.

Die Vorwürfe richten sich gegen sechs Personen, denen sowohl verbale Angriffe als auch Körperverletzung vorgeworfen werden. Bei der Staatsanwaltschaft Köln wurde unter dem Aktenzeichen 121 Js 1993/25 Strafanzeige gestellt. TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, kündigte jedoch eine interne Prüfung des Vorfalls an. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, den Hergang der Ereignisse zu rekonstruieren.

Bei der Anhörung am 10. Oktober werden die Beweise und Zeugenaussagen zum Spiel ausgewertet. Je nach Ergebnis könnten rechtliche oder sportrechtliche Konsequenzen folgen. Beide Vereine sowie der Fußballverband warten nun auf die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen.

Quelle