30 Jahre PSU-Team: NRWs psychologische Stütze für traumatisierte Polizisten
Moritz Richter30 Jahre PSU-Team: NRWs psychologische Stütze für traumatisierte Polizisten
Vor 30 Jahren nahm die Polizei Nordrhein-Westfalen Deutschlands erstes psychosoziales Unterstützungsteam in Betrieb. Bekannt als das PSU-Team, wurde es ins Leben gerufen, um Beamte bei der Bewältigung der emotionalen Belastung nach traumatischen Einsätzen zu unterstützen. Noch heute ist die Einheit eine unverzichtbare Anlaufstelle für Einsatzkräfte, die unter psychischem Stress leiden.
Das PSU-Team bietet Polizeibeamten rund um die Uhr Hilfe an – etwa nach schweren Unfällen, Schusswechseln oder Suizidfällen. Dazu gehört auch eine individuelle Betreuung nach belastenden Einsätzen. 2023 allein wurde das Team zu 130 solchen Fällen gerufen.
Die Einheit besteht aus 13 Polizeibeamten und fünf Polizeiärzten, die alle nach dem SbE/CISM-Standard ausgebildet sind. Darunter sind drei Mitglieder aus dem Märkischen Kreis: Polizeidirektorin Nicole Pletha, Kriminaldirektor Stefan Winkler und Polizeioberrat Guido Bloch.
Zum Jubiläum würdigte Innenminister Herbert Reul das langjährige Engagement des Teams. Er betonte dessen Bedeutung für die psychische Gesundheit und die professionelle Einsatzfähigkeit der Beamten in Extremsituationen.
Das PSU-Team bleibt eine zentrale Stütze für Polizeikräfte in der gesamten Region. Durch spezielle Schulungen und die 24/7-Erreichbarkeit erhalten Einsatzkräfte nach kritischen Vorfällen sofortige Unterstützung. Weitere Informationen sind in der offiziellen Pressemitteilung des Innenministeriums nachzulesen.






