Zwei Vietnamesinnen in Marl ohne Papiere bei Razzia in Nagelstudio erwischt
Moritz RichterZwei Vietnamesinnen in Marl ohne Papiere bei Razzia in Nagelstudio erwischt
Zwei Vietnamesinnen sind in Marl vorläufig festgenommen worden, nachdem sie ohne gültige Papiere arbeitend aufgefunden wurden. Die Entdeckung erfolgte im Rahmen einer Routinekontrolle in einem Nagelstudio durch das Hauptzollamt Dortmund. Beide Frauen stehen nun im Verdacht, sich illegal in Deutschland aufzuhalten.
Die Überprüfung fand am 14. Januar 2025 statt, als Beamte das Studio in Marl aufsuchten. Dabei stellten sie fest, dass die beiden Angestellten – 23 und 28 Jahre alt – weder über gültige Aufenthaltstitel noch über Arbeitserlaubnisse verfügten. Vietnamesische Staatsbürger benötigen für eine legale Beschäftigung in Deutschland einen Aufenthaltstitel.
Die Frauen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen und später an die Ausländerbehörde Marl zur weiteren Prüfung übergeben. Gegen ihren Arbeitgeber werden nun schwere Vorwürfe erhoben, darunter Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer ohne Genehmigung. Im Falle einer Verurteilung droht dem Arbeitgeber eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Zudem könnte ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500.000 Euro verhängt werden.
Der Fall verdeutlicht die rechtlichen Risiken für Arbeitgeber, die Beschäftigte ohne ordnungsgemäße Papiere einstellen. Die beiden Frauen befinden sich weiterhin in Abschiebehaft, während die Behörden ihren Status prüfen. Im Prozess gegen den Arbeitgeber wird sich zeigen, ob er mit den Höchststrafen nach deutschem Recht rechnen muss.
