08 March 2026, 20:07

Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff: Stille Mahnwachen für Geiseln im Gazastreifen

Eine große Wand mit zahlreichen Fotos, ein gelber Stuhl, mehrere Fahnen mit Stangen, die die israelische Regierung repräsentieren, eine Tafel mit der Aufschrift "Bring Them Home Now", ein Bildschirm, Deckenleuchten und andere Gegenstände.

Zwei Jahre nach dem Hamas-Angriff: Stille Mahnwachen für Geiseln im Gazastreifen

Seit zwei Jahren veranstaltet ein lokaler Verein in Bergisch Gladbach wöchentlich Mahnwachen, um der Opfer des Hamas-Angriffs auf Israel zu gedenken. Die Gruppe, die Partnerschaften mit den israelischen Städten Ganey Tikva und Nir Oz pflegt, kam auch in dieser Woche zusammen, um des zweiten Jahrestags der Attacke zu gedenken. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Geiseln, die noch immer im Gazastreifen festgehalten werden, sowie die Opfer vom 7. Oktober 2023.

Um 6:56 Uhr morgens trafen sich am Dienstag einige Menschen am Holocaust-Mahnmal im Villa-Zanders-Park. Schweigend gedachten sie der Toten des Hamas-Angriffs vor zwei Jahren. Am Abend desselben Tages versammelten sich etwa 40 Personen zu einer weiteren Mahnwache auf dem Trotzenburgplatz, wo zwei Polizisten für einen friedlichen Ablauf sorgten. Keine Vertreter der lokalen Politik nahmen teil, und Passanten blieben nicht stehen.

Seit dem Angriff organisiert der Verein jeden Dienstag um 18 Uhr in der Fußgängerzone eine Mahnwache. Ihre Forderung ist klar: die Freilassung der noch festgehaltenen Geiseln. Laut Zahlen vom März 2026 werden von den 251 am 7. Oktober 2023 entführten Menschen noch immer 59 im Gazastreifen gefangen gehalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine separate Kundgebung fand auf dem Konrad-Adenauer-Platz statt, bei der ein israelischer Gast Hatikva, die Nationalhymne Israels, vortrug. Die israelische Flagge, die ein Jahr zuvor am Rathaus gehisst worden war, fehlte diesmal. Die Vorsitzende des Vereins, Petra Hemming, betonte, dass die Gruppe keine politischen Verbindungen zu innerisraelischen Angelegenheiten habe.

Auf dem Marktplatz verlief eine weitere Kundgebung ohne nennenswerte öffentliche Reaktion.

Die Mahnwachen gehen weiter, während die Gemeinschaft der Opfer gedenkt und die Rückkehr der Geiseln fordert. Die Bemühungen des Vereins bleiben unvermindert – ein stilles, aber beharrliches Zeichen für die anhaltende Situation.

Quelle