Wupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Klärschlammverbrennungsanlage
Jakob MaierWupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Klärschlammverbrennungsanlage
Wupperverband macht bedeutende Fortschritte in Wasserwirtschaft und Infrastruktur
Der Wupperverband hat im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte im Bereich Wassermanagement und Infrastruktur erzielt. 2025 bewältigte er erfolgreich eine schwere Frühlingstrockenheit, sparte dabei Millionen Kubikmeter Wasser und verbesserte gleichzeitig die Ökosysteme der Flüsse. Neue Projekte und digitale Aufrüstungen bereiten die Region nun auf eine widerstandsfähigere Zukunft vor.
Während der Dürreperiode im Frühjahr 2025 bewahrte der Verband 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser in seinen Talsperren. Diese Maßnahme verhinderte Sauerstoffmangel und Fischsterben in der Wupper- und der Bever-Talsperre, wo niedrige Wasserstände das aquatische Leben bedrohten.
Auch die Renaturierungsarbeiten an Wipper und Murbach wurden im vergangenen Jahr vorangetrieben. Diese Projekte optimierten die Wanderrouten für Fische und stärkten den Hochwasserschutz – zum Vorteil für Tierwelt und Anwohner gleichermaßen. Zudem hat der Verband seine Überwachungskapazitäten ausgebaut: 2025 wurden 21 neue Sensoren sowie ein Pegelmessgerät in Leichlingen installiert, um die Frühwarnsysteme bei potenziellen Überschwemmungen zu verbessern.
Auf der Infrastrukturseite steht die Fertigstellung einer neuen Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen kurz bevor. Die für Ende 2028 geplante Inbetriebnahme ersetzt eine veraltete Anlage aus dem Jahr 1977. An dem Projekt sind zehn öffentliche Partner beteiligt, darunter die Stadt Wuppertal, Remscheid, die Bergische Abfallwirtschaftsgesellschaft und das Bundesumweltministerium. Parallel laufen die Planungen für ein neues Klärwerk in Leverkusen, dessen Betrieb voraussichtlich 2032 aufgenommen wird.
Intern hat der Verband seine Systeme modernisiert: Die Umstellung auf SAP S/4HANA und weitere digitale Werkzeuge sollen die Effizienz steigern und die Organisation auf künftige Herausforderungen vorbereiten. Der Haushalt 2026 sieht leichte Anpassungen der Beitragssätze für Abwasserbehandlung und Gewässerunterhaltung vor.
Die jüngsten Maßnahmen des Wupperverbands haben die Wassersicherheit und den Umweltschutz in der Region gestärkt. Mit neuer Infrastruktur, erweiterter Überwachung und digitalen Verbesserungen bereitet sich die Organisation auf eine nachhaltige Zukunft vor. In den kommenden Jahren folgen weitere Upgrades, darunter die Inbetriebnahme der neuen Verbrennungsanlage und die Fortführung der Flusssanierungen.
