Witten streitet um die Zukunft des verlassenen Wildschweingeheges am Hohenstein-Hügel
Moritz RichterWitten streitet um die Zukunft des verlassenen Wildschweingeheges am Hohenstein-Hügel
Über die Zukunft des leerstehenden Wildschweingeheges in Witten wird der Stadtrat im Februar nächsten Jahres die Entscheidung fällen. Das etwa zwei Hektar große Gelände am Hohenstein-Hügel steht seit Juli 2025 ungenutzt, nachdem die letzten acht Tiere aus dem Bestand entnommen wurden. Nun liegen konkurrierende Vorschläge vor, wie die Fläche sinnvoll genutzt werden könnte.
Das Gehege war Mitte 2025 geräumt worden, als die verbleibenden Wildschweine entfernt wurden. Aufgrund von Überpopulation waren laut Stadtunterlagen jährlich mindestens zehn Tiere entnommen worden. Seither bleibt das Areal ungenutzt.
Die CDU schlägt vor, die Bevölkerung in die Ideenfindung für eine neue Nutzung einzubinden, und bezeichnet das Gelände als "touristisches Juwel" mit großer emotionaler Bedeutung für die Anwohner. Die AfD-Fraktion hingegen fordert die sofortige Wiederansiedlung von Wildschweinen und plädiert in ihrem Antrag dafür, den ursprünglichen Zweck des Geheges wiederherzustellen.
Die Stadtverwaltung hat einen alternativen Plan vorgelegt: Die Fläche soll in ein "experimentelles Forstgebiet" umgewandelt werden, indem seltene Baumarten angepflanzt werden. Die SPD-Fraktion unterstützt eine Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung und spricht von "gelebter Demokratie". Sie wird für eine öffentliche Konsultation stimmen.
Die endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 23. Februar 2026.
Die Abstimmung wird zeigen, ob aus dem Gelände ein forstwirtschaftliches Projekt, ein wiederbelebtes Wildschweingehege oder etwas völlig Neues wird. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt – die Wahl des Rates wird die Zukunft eines Ortes prägen, der einst Besucher auf den Hohenstein-Hügel lockte.
