31 March 2026, 04:07

Wirtschaft warnt vor Milliarden-Schäden durch marode Rheinbrücken in NRW

Eine Brücke mit Geländern überspannt eine belebte Straße mit vielen Fahrzeugen, Fußgängern mit Schirmen und anderen Gegenständen, mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wirtschaft warnt vor Milliarden-Schäden durch marode Rheinbrücken in NRW

Wirtschaftsführer in Nordrhein-Westfalen drängen auf schnellere Sanierung der Rheinbrücken – Warnung vor wachsenden volkswirtschaftlichen Schäden

Allein die eingeschränkte Kapazität der Josef-Kardinal-Frings-Brücke kostet die Region schätzungsweise 45 Millionen Euro pro Jahr. Nun fordern Wirtschaftsverbände gesetzliche Änderungen, um die Planungszeiten bis Ende 2025 zu halbieren.

Von den 23 Rheinbrücken zwischen Emmerich und Bonn wurden in den letzten fünf Jahren sieben saniert oder neu gebaut – darunter Bauwerke in Emmerich, Duisburg-Walsum und Köln-Rodenkirchen. Doch viele weitere Brücken sind dringend reparaturbedürftig. Der Ersatzneubau der Josef-Kardinal-Frings-Brücke ist erst für 2035 vorgesehen – wobei allein sechs bis acht Jahre für Planung und Vergabeverfahren veranschlagt werden.

Die IHK Düsseldorf, die IHK Mittlerer Niederrhein und der NDH haben ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um die Bauprozesse zu beschleunigen. Die Juristen Dr. Elmar Loer und Dr. Alexander Beutling schlagen vor, die Planungsphasen auf ein Jahr zu verkürzen. Zu ihren Empfehlungen gehören ein verbindlicher Zeitplan für Behörden, feste Ansprechpartner und interne Schlichtungsstellen, um Genehmigungsverfahren zu straffen.

Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, pocht auf konkrete Gesetzesentwürfe bis Ende 2025, um die Planungsdauer zu halbieren. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, teilt die Ungeduld und kritisiert das zähe Tempo des Projekts. Die drei Verbände wollen in Kürze einen Sechs-Punkte-Katalog mit Forderungen an die Behörden überreichen, um eine zügige Umsetzung zu erwirken.

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Ein zentraler Vorschlag ist die Einrichtung eines Infrastruktursenats am Oberverwaltungsgericht Münster. Dieses Gremium soll Berufungsverfahren innerhalb eines Jahres abschließen und so die Prozesse weiter beschleunigen.

Hinter dem Reformdruck stehen die anhaltenden Verzögerungen, die die regionale Wirtschaft belasten. Würden die Maßnahmen umgesetzt, könnten Jahre bei der Brückensanierung eingespart und finanzielle Verluste verringert werden. Nun liegen die Forderungen bei den Behörden – die Wirtschaft verlangt schnelles Handeln.

Quelle