Winterreifen-Pflicht in Deutschland: Diese Regeln und Strafen gelten jetzt
Emma KrauseWinterreifen-Pflicht in Deutschland: Diese Regeln und Strafen gelten jetzt
Winterreifen in Deutschland: Wann sie Pflicht sind und was bei Verstößen droht
In Deutschland sind Winterreifen unter bestimmten Bedingungen nun vorgeschrieben. Von Oktober bis Ostern müssen Autofahrer bei Glatteis, Schnee, Schneematsch oder Frost mit geeigneter Bereifung unterwegs sein. Wer dagegen verstößt, riskiert Bußgelder und Punkte in Flensburg.
Laut Straßenverkehrsordnung gelten nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflockensymbol) als Winterreifen. Ganzjahres- oder Allwetterreifen mit der M+S-Kennzeichnung dürfen nur noch bis zum 30. September 2024 genutzt werden.
Wer ohne passende Bereifung erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 60 Euro. Verursacht der Fahrer damit einen Unfall, erhöht sich die Strafe auf 120 Euro – zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg. Auch Fahrzeugbesitzer, die das Fahren ohne Winterreifen anordnen oder zulassen, müssen mit 75 Euro Strafe und einem Punkt rechnen.
Winterreifen bieten bei Kälte deutlich mehr Sicherheit: Bei einer Notbremsung aus 50 km/h kommt ein Auto mit Winterreifen nach etwa 35 Metern zum Stehen, mit Sommerreifen erst nach rund 45 Metern. Schon bei Temperaturen unter 7°C verlieren Sommerreifen an Haftung, was den Bremsweg verlängert.
Bei einer jüngsten Kontrolle in Bonn waren 11 von 140 Fahrzeugen nicht korrekt bereift. Zudem musste die L331 bei Königswinter-Ittenbach wegen Glatteis zeitweise gesperrt werden.
Die Behörden raten dringend zu Winterreifen bei Eis und Schnee – und setzen die Regeln konsequent durch. Bußgelder und Punkte drohen bei Nichteinhaltung. Ziel der Vorschriften ist es, die Verkehrssicherheit in den kalten Monaten zu erhöhen.
