Willicher SPD setzt 2026 auf pragmatische Lösungen trotz Finanzkrise und Kälte
Emma KrauseWillicher SPD setzt 2026 auf pragmatische Lösungen trotz Finanzkrise und Kälte
Willicher SPD beging Neujahrsempfang mit klarem Kurs für 2026
Am 9. Januar 2026 veranstaltete die Willicher SPD ihren traditionellen Neujahrsempfang – bei eisigen Temperaturen, die manche Gäste fernhielten. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, hielt als Einziger eine Rede: eine präzise 18-minütige Ansprache zu den Herausforderungen und Prioritäten der Stadt.
Die Veranstaltung fand im Gründerzentrum statt, allerdings mit weniger Besuchern als sonst. Dennoch fanden sich zahlreiche Vertreter aus lokaler Politik, Wirtschaft und Kultur ein, trotz der widrigen Wetterbedingungen. Maaßen begann mit einem Gedenken an den verstorbenen Klaus Olaf Platz, langjähriges Vorstandsmitglied, das im April 2025 unerwartet gestorben war.
Im Mittelpunkt stand die Finanzlage: Maaßen verwies auf ein Defizit von 30 Millionen Euro – eine Belastung von etwa 600 Euro pro Einwohner. Er forderte Entscheidungen, die soziale Gerechtigkeit mit Haushaltsdisziplin vereinen, und mahnte, die finanzielle Eigenständigkeit der Stadt zu wahren. Ein weiteres zentrales Thema war der Wohnungsbau. Als Erfolg nannte er das Projekt Schiefbahn-Diepenbroich, wo dank SPD-Unterstützung 30 geförderte Wohnungen entstanden. Den dritten Schwerpunkt bildete die Mobilität. Über die Sachpolitik hinaus warnte Maaßen vor wachsendem Zynismus im öffentlichen Leben. Er anerkannte die Frustration all jener, die sich engagieren, aber das Gefühl haben, ihre Arbeit werde nicht gewürdigt. Vertrauen und Respekt müssten, so sein Appell, das Fundament der Kommunalpolitik bleiben.
Zum Abschluss rief Maaßen zu Geschlossenheit auf, um die finanziellen Engpässe, den Wohnraummangel und die Verkehrsprobleme Willichs zu bewältigen. Trotz der Wetterkapriolen unterstrich der Abend: Die SPD setzt 2026 auf pragmatische Lösungen.
