Wie Museen Nicht-Besucher gewinnen: Innovative Ansätze aus Lünen
Städtisches Museum Lünen gastierte kürzlich die Jahrestagung des Visitor Research Network
Am 2. Februar fand im Städtischen Museum Lünen die diesjährige Konferenz des Visitor Research Network statt, die sich mit der Frage beschäftigte, wie Museen Zielgruppen erreichen können, die selten oder nie kulturelle Einrichtungen besuchen. Fachleute aus ganz Deutschland kamen zusammen, um über innovative und inklusivere Ansätze zu diskutieren.
Die unter dem Motto "Fast am Ziel! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog" stehende Veranstaltung vereinte Expert:innen aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen. Eröffnet wurde die Konferenz mit Grußworten von Stadtrat Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Referent:innen wie Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter präsentierten anschließend Forschungsergebnisse dazu, wie Museen stärker mit Nicht-Besucher:innen in Kontakt treten können.
In den Pausen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Dauerausstellung des Städtischen Museums Lünen im Rahmen von Führungen zu erkunden. Diese zeigten lokale Best-Practice-Beispiele für eine barriereärmere Gestaltung kultureller Räume. Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die professionelle Organisation der Tagung sowie das Engagement des Gastgeberteams.
Seit der letzten großen Konferenz des Visitor Research Network haben deutsche Museen verschiedene Ansätze erprobt, um ein breiteres Publikum anzusprechen. In Augsburg lockte etwa das Angebot kostenloser Sonntagsöffnungen für unter 27-Jährige im Rahmen der Initiative "Sonntage für alle" über 8.300 zusätzliche Besucher:innen an. Auch Projekte wie die Kultur- und Sportmap tragen dazu bei, Hürden aufgrund von Alter, Einkommen oder Herkunft abzubauen.
Die Konferenz unterstrich den anhaltenden Wandel in der Museumsarbeit hin zu einer stärker partizipativen Ausrichtung. Durch den Austausch von Praxisbeispielen und Forschungserkenntnissen wollten die Teilnehmenden Strategien verfeinern, die mehr Diversität unter den Besucher:innen fördern. Die in Lünen geführten Diskussionen dürften künftige Projekte im deutschen Kulturbereich prägen.
