"Wheelie Show": Ein inklusives Tanzstück feiert Bewegung zwischen Tempo und Stille
Moritz Richter"Wheelie Show": Ein inklusives Tanzstück feiert Bewegung zwischen Tempo und Stille
„Wheelie Show“: Ein neues Tanzstück feiert Bewegung und Tempo in all ihren Facetten
Ein neues inklusives Tanzprojekt mit dem Titel „Wheelie Show“ begeistert nun auf der Bühne mit einer frischen Interpretation von Bewegung und Geschwindigkeit. Die Produktion vereint Rollschuhläufer:innen und Rollstuhlfahrer:innen in einer dynamischen Erkundung von körperlichem und emotionalem Tempo. Noch bevor sich der Vorhang hebt, erhalten die Zuschauer:innen Einblicke in die Darsteller:innen, die über Stille und das Innehalten reflektieren.
Die Idee zur „Wheelie Show“ entstand im Rahmen von „Rolling Good Times“, einem Tanzkurs unter der Leitung der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Die Workshops fanden auf einer öffentlichen Rollschuhbahn im Hamburger „Planten un Blomen“-Park statt. Aus diesem Projekt entwickelte sich schließlich die vollständige Bühnenperformance.
Auf der Bühne präsentieren sechs Tänzer:innen – die Hälfte auf Rollschuhen, die andere Hälfte im Rollstuhl – eine Mischung aus energiegeladenen und ruhigen Momenten. Die Dramaturgie des Stücks wechselt zwischen hektischen Ausbrüchen und besinnlichen Pausen, fast wie in einer Revueshow. Ein besonderes Highlight sind die einfallsreichen Hebefiguren, bei denen Rollschuhfahrer:innen auf Rollstühlen balancieren und damit gängige Vorstellungen von inklusivem Tanz herausfordern.
Geschwindigkeit in all ihren Formen treibt die Aufführung an – das Thema zieht sich durch Choreografie, Kostüme und sogar das Bühnenbild. Die Tänzer:innen tragen grell karierte Overalls, die an Motorsport erinnern und mit Sponsorenlogos verziert sind. Sportliche Anleihen – von Eishockey bis Cheerleading – fließen ebenfalls in die Choreografien ein und verleihen dem Stück eine verspielte Dynamik.
Die „Wheelie Show“ stellt traditionelle Tanzvorstellungen infrage, indem sie Rollschuhlaufen und Rollstuhltanz verschmilzt. Mit athletischen Hebefiguren, rennsportinspirierten Kostümen und wechselnden Rhythmen entsteht eine optisch beeindruckende und zum Nachdenken anregende Performance. Die Verbindung aus Tempo und Stille hinterlässt beim Publikum einen bleibenden Eindruck.






