Weniger Unfälle, mehr Verletzte: Euskirchens Verkehrstrends 2025 überraschen
Jakob MaierWeniger Unfälle, mehr Verletzte: Euskirchens Verkehrstrends 2025 überraschen
Verkehrsunfälle im Kreis Euskirchen gingen 2025 zurück – doch Verletzungen nahmen zu
Im Jahr 2025 sank die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Euskirchen, während die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden stieg. Insgesamt wurden 5.603 Kollisionen registriert – weniger als im Vorjahr. Allerdings führten 638 davon zu Verletzungen, wobei 830 Menschen betroffen waren, darunter 153 mit schweren Verletzungen.
Innerhalb von fünf Jahren verzeichnete der Kreis einen deutlichen Rückgang der Unfälle. Zwischen 2021 und 2025 gingen Unfälle mit Personenschaden um etwa 29 Prozent zurück, von 1.248 auf 892. Dieser Rückgang fiel stärker aus als im gesamten Land Nordrhein-Westfalen, wo solche Unfälle um 24 Prozent sanken. Nachbarkreise wie Köln und Düsseldorf verzeichneten mit 22 bzw. 19 Prozent geringere Rückgänge.
Auch die Zahl der Verkehrstoten nahm 2025 ab: Zehn Menschen kamen ums Leben – weniger als im Vorjahr. Dennoch blieben bestimmte Risiken bestehen. Die häufigsten Unfallursachen waren Vorfahrtsmissachtung und überhöhte Geschwindigkeit. Alkohol spielte bei 56 Unfällen eine Rolle.
Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern stieg an, wobei 34 Menschen verletzt wurden, darunter fünf Kinder. Auch die Fälle von Fahrerflucht nahmen zu und erreichten 1.146, davon 65 mit Verletzten. Die Polizei konnte 507 dieser Fälle aufklären.
Der allgemeine Rückgang der Unfälle deutet auf eine verbesserte Verkehrssicherheit im Kreis Euskirchen hin. Doch der Anstieg der Unfälle mit Verletzten, die Zunahme von E-Scooter-Vorfällen und Fahrerfluchten zeigen, dass weiterhin Herausforderungen bestehen. Die Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin, um den anhaltenden Risiken auf den Straßen des Kreises zu begegnen.