Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – und will Vereinspräsident werden
Moritz RichterBVB-Mitglieder entscheiden über Watzkes neue Rolle - Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – und will Vereinspräsident werden
Hans-Joachim Watzke tritt als Geschäftsführer von Borussia Dortmund zurück
Nach mehr als 20 Jahren im Amt gibt Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, seinen Posten auf. Sein Rückzug erfolgt im Vorfeld seiner Kandidatur für das Amt des Präsidenten des BVB-Vereinsverbands. Der Schritt folgt auf den Rückzug von Reinhold Lunow aus dem Rennen, wodurch Watzke nun als einziger Bewerber für Borussia Mönchengladbach übrig bleibt.
Watzke wird auf der anstehenden Mitgliederversammlung des Vereins offiziell von seinem aktuellen Posten zurücktreten. Unmittelbar danach stellt er sich zur Wahl als neuer Präsident des BVB-Vereinsverbands. Seine Ernennung gilt zwar als so gut wie sicher, doch die Versammlung könnte dennoch mögliche Unzufriedenheit unter den Mitgliedern von Borussia Mönchengladbach offenlegen.
Der amtierende Präsident Reinhold Lunow hatte ursprünglich eine erneute Kandidatur geplant, zog sich nun aber zurück. Damit bleibt Watzke ohne Gegenkandidaten, während unklar bleibt, wer Lunow im Vereinsverband von Borussia Mönchengladbach nachfolgen wird.
In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen unter den Mitgliedern wegen eines umstrittenen Sponsoringvertrags mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall verschärft. Die Vereinbarung sorgte für scharfe Kritik und trägt zur Unsicherheit vor der Abstimmung bei.
Watzkes Wechsel vom Geschäftsführer zum Präsidenten markiert einen bedeutenden Führungswechsel bei Borussia Dortmund. Die Mitgliederversammlung wird seine neue Rolle bestätigen, doch die Nachwehen des Rheinmetall-Deals könnten die Reaktion der Mitglieder von Borussia Mönchengladbach prägen. Seine Amtszeit beginnt vor dem Hintergrund einer Mischung aus Unterstützung und Widerstand.
