16 November 2025, 12:10

Watzke kandidiert als BVB-Präsident – trotz Kontroversen und Rheinmetall-Streit

Eine Stadion-Szene mit Gruppen von Menschen, einigen, die ein Spiel spielen, Eisengrills, Fahnen an Stangen, Bildschirmen, Tafeln, Gebäuden, Lichtern und einer Lichtträgerkonstruktion unter einem Himmel-Hintergrund.

Watzke vor der Wahl: "Dinge, die mich belastet haben" - Watzke kandidiert als BVB-Präsident – trotz Kontroversen und Rheinmetall-Streit

Hans-Joachim Watzke, der scheidende Vorstandsvorsitzende von Borussia Dortmund, hat seine Kandidatur für das Amt des Vereinspräsidenten bekannt gegeben. Dies erfolgt, nachdem der amtierende Präsident Reinhold Lunow seine Kandidatur für die Wahl zurückgezogen hat. Watzke, der seit Langem den Traum hegt, den Klub zu führen, strebt nun an, die durch Lunows Rückzug entstandene Lücke zu füllen.

Watzkes Bewerbung um die Präsidentschaft ist nicht ohne Kontroversen geblieben. Er sah sich Kritik wegen seines Umgangs mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen langjährigen Mitarbeiter in den 1990er-Jahren ausgesetzt. Damals behauptete Watzke, er habe die Angelegenheit an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball weitergeleitet. Der Beschuldigte wurde jedoch später in den Ältestenrat wiedergewählt und 2012 sogar als Mitarbeiter des Vereins angestellt – ein Umstand, der darauf hindeutet, dass die Vorwürfe möglicherweise nicht ausreichend aufgeklärt wurden.

Trotz dieser Vorwürfe verteidigte Watzke den Sponsoringvertrag des Vereins mit Rheinmetall und betonte, dass die Entscheidung nicht einseitig getroffen worden sei. Zudem bekräftigte er seinen Willen, sich für eine Verlängerung des Vertrags einzusetzen, falls die Mitglieder auf der Generalversammlung 2026 dagegen stimmen sollten. Auch sein Privatleben wurde von den Machtkämpfen innerhalb des Vereins in den vergangenen sechs Monaten belastet.

Das Verhältnis zwischen Watzke und Lunow hat sich seit dessen Rückzug aus dem Wahlkampf jedoch verbessert. Beide arbeiten nun daran, ihre Beziehung zu normalisieren und nach vorne zu blicken. Unterdessen haben die Mitglieder auf der Versammlung 2024 bereits gegen eine Verlängerung des Rheinmetall-Vertrags gestimmt – ein mögliches Warnsignal für Watzkes künftige Präsidentschaft.

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Watzkes Kandidatur für das Präsidentenamt bei Borussia Dortmund markiert eine bedeutende Entwicklung, bedenkt man seinen langjährigen Ehrgeiz und seine Erfahrung innerhalb des Vereins. Doch sein Weg dorthin ist mit Hindernissen gepflastert: Er muss sich mit vergangenen Kontroversen auseinandersetzen und könnte auf weiteren Widerstand der Mitglieder gegen den Rheinmetall-Vertrag stoßen. Der Ausgang der Wahl bleibt ungewiss, und die Zukunft der Vereinsführung steht auf dem Spiel.