Vodafone streicht 2.000 Jobs und setzt auf KI-Chatbot TOBi für besseren Service
Emma KrauseVodafone streicht 2.000 Jobs und setzt auf KI-Chatbot TOBi für besseren Service
Vodafone Deutschland baut 2.000 Stellen ab und verlagert sie im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Die im März angekündigte Maßnahme betrifft etwa 13 Prozent der Belegschaft. Gleichzeitig investiert das Unternehmen massiv in künstliche Intelligenz, um den Kundenservice über seinen Chatbot TOBi zu verbessern.
Der Telekommunikationsriese wird rund 140 Millionen Euro in KI-Systeme stecken, die von Microsoft und OpenAI entwickelt wurden. Dazu gehören Tools wie ChatGPT, DALL-E und Whisper, die in die Microsoft-Azure-Cloud-Plattform integriert werden. Das Upgrade soll die Reaktionszeiten von TOBi beschleunigen und seine Fähigkeit erhöhen, Kundenanliegen eigenständig zu lösen.
TOBi war vor fünf Jahren an den Start gegangen und bearbeitete 2022 in Deutschland acht Millionen Kundenanfragen – 65 Prozent davon konnte der Chatbot selbstständig klären. Das neue System wird seine Möglichkeiten erweitern, sodass er künftig auch bei der Fehlerbehebung von Hardware-Problemen und der Einrichtung von Festnetz-Routern unterstützen kann.
Im Rahmen der Umstrukturierung werden zudem die Kundenservice-Bereiche für Kabel- und Mobilfunkdienste zusammengelegt. Vodafone plant, das aktualisierte TOBi-System in den kommenden Wochen in Deutschland einzuführen.
Die Investitionen in KI gehen mit deutlichen Stellenstreichungen und operativen Änderungen einher. Das Unternehmen erwartet, dass der verbesserte TOBi komplexere Aufgaben übernehmen und schnelleren Support bieten wird. Ziel ist es, den Kundenservice effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Personalbedarf zu reduzieren.






