13 January 2026, 00:19

Verletzungen in deutschen Fußballstadien sinken – doch Pyro-Problem wächst um 73 Prozent

Eine Gruppe von Menschen spielt mit einem Fußball.

Verletzungen in deutschen Fußballstadien sinken – doch Pyro-Problem wächst um 73 Prozent

Verletzungen bei Fußballspielen in Deutschlands Topligen gehen zurück

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Die Zahl der Verletzungen in Verbindung mit Spielen der drei höchsten deutschen Fußballligen ist in der vergangenen Saison gesunken. Insgesamt wurden 1.107 Menschen verletzt – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Verbesserung bestehen weiterhin Sorgen wegen des zunehmenden Missbrauchs von Pyrotechnik und anhaltender Gewalt.

In der Saison 2024/25 gab es 231 Verletzte weniger als im Jahr zuvor, sodass die Gesamtzahl bei 1.107 lag. Unter den Betroffenen waren 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Die Behörden verzeichneten zudem 5.197 Straftaten – ein Rückgang um 22 Prozent gegenüber der Vorsaison.

Fast die Hälfte der Delikte betraf Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, öffentliche Ruhe- und Ordnungsstörungen oder Sachbeschädigung. Gleichzeitig stieg der Missbrauch von Pyrotechnik um 73 Prozent an, mit 4.783 registrierten Verstößen. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die Verletztenzahlen als „inakzeptabel“. Er forderte, dass gewalttätige Straftäter konsequent von Stadien ausgeschlossen werden müssen. Fanverbände wiesen hingegen Vorwürfe einer flächendeckenden Gewalt als übertrieben zurück. Sie verwiesen darauf, dass Strafanzeigen und Verletzungen seit Jahren im Promillebereich lägen – trotz ausverkaufter Stadien.

Der Rückgang bei Verletzungen und Strafverfahren deutet auf Fortschritte bei der Sicherheit an Spieltagen hin. Doch der deutliche Anstieg des Pyrotechnik-Missbrauchs und die anhaltende Gewalt halten Clubs und Behörden unter Druck. Die Forderungen nach schärferen Stadionverboten für aggressive Fans werden voraussichtlich weiter zunehmen.