27 June 2026, 10:05

ver.di ruft zu Streiks bei Deutsche Post DHL wegen 15-Prozent-Lohnforderung

Lohnstreit bei Deutsche Post AG: ver.di NRW erweitert Streiks

ver.di ruft zu Streiks bei Deutsche Post DHL wegen 15-Prozent-Lohnforderung

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks bei den Beschäftigten der Deutsche Post DHL Group (DPAG) aufgerufen. Sie fordert eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für 160.000 organisierte Arbeitnehmer und begründet dies mit der hohen Inflation sowie stagnierenden Löhnen als zentrale Probleme.

Die letzte Gehaltsanpassung für diese Mitarbeiter lag bei einem Plus von zwei Prozent im Januar 2022. Derzeit liegt das monatliche Grundgehalt brutto zwischen 2.108 und 3.090 Euro, wobei 140.000 der 160.000 tarifgebundenen Beschäftigten den Entgeltgruppen 1 bis 3 zugeordnet sind.

ver.di setzt sich zudem für die Weiterzahlung der Postzulage für 23.000 beamtete Postmitarbeiter ein. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft 200 Euro mehr im Monat für Auszubildende und dual Studierende. Für den neuen Tarifvertrag schlägt ver.di eine Laufzeit von zwölf Monaten vor.

Thomas Großstück, Leiter des ver.di-Fachbereichs Postdienste in Nordrhein-Westfalen, erklärte, die Streiks seien notwendig und vollauf gerechtfertigt, da die Arbeitgeber in den Verhandlungen keine Zugeständnisse machten. Die Beschäftigten kämen kaum über die Runden, da ein großer Teil ihres Nettoeinkommens für Lebensmittel und Energiekosten aufgezehrt werde.

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Zu den Forderungen der Gewerkschaft zählen höhere Löhne, Zulagen sowie bessere Bezahlung für Auszubildende. Bei einer Annahme würden die Änderungen einen erheblichen Teil der DPAG-Belegschaft betreffen. Der Ausgang der Verhandlungen bleibt vorerst ungewiss.

Quelle