25 December 2025, 20:08

Vater und Sohn kämpfen für eine revolutionäre Energiespartechnik in Deutschland

Eine Buchseite mit einem Badezimmer, Waschbecken, Wasserhahn, Spiegel, Lampe, Fenster, Tür, WC, Hocker, Stuhl, Badewanne und einem Teppich.

Vater und Sohn kämpfen für eine revolutionäre Energiespartechnik in Deutschland

Ein Vater-Sohn-Duo aus Filderstadt bringt eine energiesparende Technologie nach Deutschland

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Steffen Nittbaur, 60, verließ nach 25 Jahren bei Mercedes-Benz den Konzern, um gemeinsam mit seinem 24-jährigen Sohn Valentin die Unocconi GmbH zu gründen. Ihr Startup spezialisiert sich auf die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser von Duschen – eine in Europa weit verbreitete, in Deutschland jedoch kaum genutzte Methode.

Steffen Nittbaur arbeitete jahrzehntelang als Industrieingenieur bei Mercedes-Benz, bevor er berufsbegleitend einen Master in Umweltwissenschaften absolvierte. Sein Interesse an nachhaltigen Lösungen wuchs mit steigenden Energiekosten und verschärften EU-Emissionsvorgaben. Die dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschwasser, eine bewährte Effizienzmaßnahme im Ausland, blieb in Deutschland bisher largely ungenutzt – vor allem wegen komplexer regulatorischer Hürden.

Nun steht Unocconi vor einem bürokratischen Dickicht aus Genehmigungen: Bundes- und Landesbehörden, Gesundheitsämter und Zertifizierungsstellen sind beteiligt. Zu den zuständigen Institutionen zählen das Robert Koch-Institut, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie Normungsgremien wie DIN und DVGW. Auch lokale Bau- und Sanitärbehörden sowie Verbraucherschutzorganisationen spielen eine Rolle bei der Einhaltung der Vorschriften. Valentin Nittbaur, der einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft hält, arbeitet Vollzeit im Unternehmen. Gemeinsam wollen Vater und Sohn die strengen deutschen Regelungen meistern und eine Technologie etablieren, die den Energieverbrauch in Gebäuden deutlich senken könnte.

Das Vorhaben der Nittbaurs kommt zu einer Zeit, in der Energieeffizienz in Deutschland immer dringlicher wird. Gelingt der Durchbruch, könnte ihr System den Haushaltsenergieverbrauch reduzieren und gleichzeitig die EU-Klimaziele unterstützen. Zunächst jedoch muss das Startup die notwendigen Zertifizierungen und Genehmigungen erlangen.