Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz Kriegsfolgen
Jakob MaierUkrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz Kriegsfolgen
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Während seines Aufenthalts trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein und sprach über die anhaltenden Herausforderungen, mit denen die Ukraine konfrontiert ist – darunter die massiven Schäden an der kritischen Infrastruktur.
Makeiev betonte die verheerenden Folgen der russischen Angriffe auf ukrainische Kraftwerke. Er berichtete von einer persönlichen Erfahrung: Seine Mutter habe drei Wochen lang ohne Heizung in Kiew überleben müssen. Trotz der Entbehrungen lobte er die deutschen Medien dafür, die Öffentlichkeit umfassend über die Realitäten des Krieges zu informieren.
Bei der Veranstaltung rief Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und Ehrenkonsul der Ukraine, deutsche Unternehmen dazu auf, Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine zu prüfen. Derzeit belaufen sich die deutschen Exporte in das Land auf rund 4,6 Milliarden Euro pro Jahr. Auch Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer nahm an der Runde teil und brachte seine tiefe Anerkennung für den ukrainischen Durchhaltewillen zum Ausdruck. Er unterstrich den ungebrochenen Willen des Landes, sich gegen die anhaltende Aggression zu verteidigen und seine Freiheit zu bewahren.
Ziel des Besuchs war es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine weiter auszubauen. Zwar wurden keine konkreten Kölner Unternehmen im Zusammenhang mit neuen Investitionen genannt, doch standen allgemeine deutsch-ukrainische Handelsbeziehungen im Mittelpunkt der Gespräche. Makeievs Engagement in Krefeld markiert einen weiteren Schritt, um die internationale Unterstützung für den Wiederaufbau der Ukraine zu festigen.
