25 February 2026, 20:23

Timothée Chalamet bringt den dünnen Oberlippenbart zurück – ein Trend mit Geschichte

Ein altes Foto eines Mannes mit Schnurrbart und Bart, der einen Anzug und eine Krawatte trägt und direkt in die Kamera schaut.

Timothée Chalamet bringt den dünnen Oberlippenbart zurück – ein Trend mit Geschichte

Timothée Chalamet hat einen subtilen, doch auffälligen Trend wiederbelebt: den dünnen Oberlippenbart. Ursprünglich für seine Rolle in Marty Supreme gewachsen, hat sich der Stil auch lange nach Drehende gehalten. Nun löst er eine leise Renaissance unter Hollywoods führenden Männern aus – auch wenn er für den Schauspieler selbst (noch) nicht zum Markenzeichen geworden ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sein Debüt feierte der Bart als Teil von Chalamets Verwandlung in Marty Mauser, eine Figur aus dem New York der 1950er-Jahre. Anders als der markante, gepflegte "Pornostache" der 70er und 80er wirkt diese Version kaum sichtbar – leicht unordentlich, als wäre er erst wenige Tage alt. Seine zurückhaltende Art bietet einen modernen Kontrast zu den aufdringlichen Stilen vergangener Jahrzehnte.

Der dünne Oberlippenbart hat eine eigene kulturelle Entwicklung durchlaufen. Einst Symbol von Eleganz in den 80ern, wurde er in den 2010ern zum ironischen Hipster-Accessoire, verbunden mit Nostalgie, sich wandelnden Männlichkeitsbildern und der Vorliebe der sozialen Medien für memetaugliche Ästhetik. Heute verzichten seine Träger auf übertriebene Pflege und setzen stattdessen auf einen lässigeren, natürlicher wirkenden Look.

Chalamets Interpretation des Stils wirkt bewusst, aber mühelos. Sein Reiz liegt im geringen Pflegeaufwand – ideal für alle, die sich nicht vollständig auf Gesichtshaare einlassen möchten. Dass der Schauspieler den Bart auch abseits der Leinwand trägt, deutet auf eine persönliche Verbundenheit hin, sei es als Glücksbringer oder aus echter Vorliebe.

Zwar ist der Trend noch ein Nischendasein, doch gewinnt er unter jungen, modebewussten Männern an Fahrt. Chalamets Einfluss verleiht ihm neue Glaubwürdigkeit und macht ihn zum unerwarteten Fürsprecher der Bart-Renaissance. Anders als ikonische Vollbärte oder glatt rasierte Looks bleibt dieser Stil jedoch eher ein flüchtiges Experiment als eine klare Haltung.

Die Rückkehr des dünnen Oberlippenbarts spiegelt einen größeren Wandel hin zu zurückhaltender, anpassungsfähiger Pflege wider. Chalamets Variante meidet die Extreme vergangener Jahrzehnte und bietet einen Mittelweg zwischen gepflegt und lässig. Ob der Trend Bestand hat, hängt davon ab, ob die heutige Generation seine leise Rebellion gegen perfekte Stile vollends annimmt.