07 February 2026, 06:11

Thyssenkrupp formt Stahlgeschäft um und setzt auf Wasserstoff-Expansion in Indien

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine große Maschine bedienen, umgeben von Leitern und Stangen, mit dem Text "Cadillac Steel Works" unten.

Thyssenkrupp formt Stahlgeschäft um und setzt auf Wasserstoff-Expansion in Indien

Thyssenkrupp vollzieht tiefgreifende Umstrukturierung im Stahlgeschäft

Der Konzern verkauft seinen Anteil an den Krupp Mannesmann-Hüttenwerken (HKM) an Salzgitter AG – der Deal soll bis zum 1. Juni 2026 abgeschlossen sein. Gleichzeitig enden die Lieferverträge mit HKM bereits Ende 2028, vier Jahre früher als ursprünglich vorgesehen.

Die Ankündigungen erfolgen zu einer Zeit, in der die Thyssenkrupp-Aktie innerhalb eines Jahres um 152 Prozent gestiegen ist, allerdings noch etwa 12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch liegt. Anleger warten nun gespannt auf die Quartalszahlen für Q1 2025/26, die am 12. Februar 2026 veröffentlicht werden.

Der Verkauf der HKM-Beteiligung markiert einen Einschnitt für die deutsche Stahlindustrie. Salzgitter übernimmt die Duisburger Hüttenwerke, doch Details zu den Konditionen oder den Marktauswirkungen des Deals stehen noch aus.

Expansion in Indien: Thyssenkrupp setzt auf Wasserstoff

Parallel dazu erweitert die Wasserstoff-Tochter Nucera ihre Aktivitäten in Indien. Das Projekt, unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), soll die Position des Konzerns im Bereich grüner Energien stärken. Damit folgt Thyssenkrupp einem branchenweiten Trend, bei dem Stahlproduzenten zunehmend in CO₂-arme Technologien investieren.

Unterdessen profitierte auch Salzgitter von der positiven Stimmung im Stahlsektor: Anfang Februar 2026 stieg die Aktie um 4,2 Prozent. Dennoch stufte die UBS das Papier von "Kaufen" auf "Neutral" herab – obwohl das Kursziel auf 52 Euro angehoben wurde. Die Bank begründete dies damit, dass Salzgitter nach dem starken Kursanstieg seine früheren Bewertungsziele bereits erreicht habe.

Finanzupdate soll Strategie bestätigen

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Die anstehenden Quartalszahlen von Thyssenkrupp werden zeigen, wie sich die strategischen Weichenstellungen auf die Performance auswirken. Der Aktienkurs hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt – ein Zeichen für das Vertrauen der Anleger in die Restrukturierungspläne.

Mit dem Verkauf der HKM-Beteiligung und der vorzeitigen Beendigung der Lieferverträge formiert Thyssenkrupp sein Stahlgeschäft neu. Gleichzeitig rückt durch die Nucera-Expansion in Indien und die starke Börsenperformance der Fokus auf Wasserstoff und grüne Technologien in den Vordergrund. Das nächste Finanzupdate am 12. Februar wird Aufschluss darüber geben, wie diese Veränderungen die langfristige Ausrichtung des Konzerns prägen.