Theaterformen-Festival verwandelt Gefängnis Rennelberg in Bühne für Gerechtigkeit
Jakob MaierTheaterformen-Festival verwandelt Gefängnis Rennelberg in Bühne für Gerechtigkeit
Theaterformen-Festival in Braunschweig: Kunst und Gerechtigkeit im ehemaligen Gefängnis Rennelberg
Dieses Sommer wird Braunschweig Schauplatz des Festival Theaterformen – ein elf Tage dauerndes Ereignis, das Theater, Tanz und Performance vereint. Das Programm erstreckt sich über zwei zentrale Orte: das Staatstheater Braunschweig und das stillgelegte Gefängnis Rennelberg. Festivalleiterin Anna Mülter wollte mit der Umnutzung des ehemaligen Gefängnisses zu einem kreativen Raum ein einzigartiges Erlebnis für die Stadt schaffen.
Unter dem Titel NO PRISON setzt sich das Festival mit Themen wie Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Reflexion auseinander. Vierzehn Produktionen von Künstler:innen aus 14 Ländern werden auf der Bühne zu sehen sein und internationale Perspektiven bieten. Neben den Aufführungen widmet sich die Veranstaltung drängenden Fragen – vom Widerstand gegen Ungerechtigkeit über die Ethik von Reality-TV bis hin zur unsichtbaren Arbeit hinter den Kulissen des Theaters.
Das ehemalige Gefängnis Rennelberg dient dabei nicht nur als Spielstätte. Ein Begleitprogramm auf dem Gelände umfasst geführte Spaziergänge, Podiumsdiskussionen und sogar stille Discos. Zudem rückt das Festival ökologische Themen in den Fokus, insbesondere die Auswirkungen des Kupferabbaus auf Lebensräume.
Mülters Vision war es, etwas Besonderes für Braunschweig zu schaffen. Durch die Neunutzung des Gefängnisses lädt das Festival das Publikum ein, Kunst an einem ungewöhnlichen Ort zu erleben und sich gleichzeitig mit realen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Von Juni an bringt das Festival internationale Künstler:innen und lokale Besucher:innen zusammen. Die Kombination aus Aufführungen, Diskussionen und immersiven Erlebnissen soll Gespräche über Gerechtigkeit, Arbeit und Umwelt anregen. So wird das ehemalige Gefängnis für elf Tage zu einem Ort der Kreativität und des kritischen Denkens.






